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Meine ersten zwei Wochen als Assistenzärztin sind rum. Viel neue Eindrücke und sehr viele Infos prasseln täglich auf mich ein und ich versuche so viel wie möglich aufzusaugen.

Momentan bin ich Stationsärztin. D.h. ich mache Visite mit der Pflege und einmal pro Woche mit den Oberärzten. Am Freitag ist die Chefvisite. Um die bin ich bis jetzt zum Glück rumgekommen 😀 Jeden Tag gibt es fixe Termine. Morgenrapport, Röntgenrapport und Kardexvisite mit der Pflege. Langsam weiss ich wann was vorgestellt werden muss und wo ich die Infos finde. Anders sieht es bei der Patientenbetreuung aus. Für jede Operation haben wir Schemata z.B. wann der Patient nach Hause gehen kann, wann er essen darf ect ect. Die kann ich nach zwei Wochen natürlich nicht auswendig. Aber ich lerne jeden Tag dazu.

Das Kliniksystem kannte ich zum Glück schon aus meiner Unterassistenzzeit. Da mogle ich mich bis jetzt sehr gut durch. Eine neue Hürde sind die Austrittsberichte. Ich bin echt langsam 🙂 Werde aber auch da täglich schneller. Ne komplikationslose Gallenblase schreibe ich mittlerweile in 10 Minuten und die Varizen-Patienten sind auch einfach, weil die Nachbehandlungsprozedere bei jedem Patienten gleich sind.

Mein Team ist echt super. Nicht das übliche arrogante Chirurgen-Pack 🙂 Ich fühl mich wohl. Musste auch schon 3 mal in den OP weil wir echt unterbesetzt sind. Eine Thyroidektomie (schöne OP, aber 3h Hacken halten und das Kuscheln am OP Tisch aus Platzmangel ist anstrengend), eine Apendektomie (bei einem 11 Jährigen. Ich durfte die Kamera führen) und eine Rektopexie (no comment, die Chirurgen-Kollegen können ahnen was ich da machen musste :p ). Bei jeder OP durfte ich zunähen.

Ihr seht ich mache meine ersten Baby-Schritte und jeden Tag versuche ich etwas weniger zu stolpern 🙂

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