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Gerade gesehn, dass ich über DAS Ereignis im letzten Jahr noch keinen Ton verloren habe. (Twitter ist schuld! Da hab ich’s verkündet)

Ich hab nen Job! Und zwar auf einer mittelgrossen chirurgischen Abteilung im meinem Wohnkanton. Von der Uni habe ich mich ferngehalten. Ich will klein anfangen, mit Blinddärmen und Gallenblasen^^

Schon während meiner Unterassistenz wurde ich ständig gefragt: „Na? Hast deine Assi-Stelle schon?“ Nicht nur ich reagierte etwas perplex auf die Frage auch Kollegen von mir. Wir hatten damals ja noch 2 Jahre Studium vor uns. Erstens die Unterassistenz fertig machen und dann noch das 6. Jahr bestehen. Als ich ins 6. Jahr startete stieg der Druck und ich begann mich zu fragen 1. was will ich machen? und 2. wo will ich es machen? Die 2. Frage war schnell beantwortet. Ich will im Kanton bleiben. Am liebsten ein Kantonsspital oder Regionalspital mit ner grossen Notfallstation. Für Frage 1 standen zur Auswahl Innere Medizin, Chirurgie oder Anästhesie. Innere Medizin betrachte ich als Grundlage für alles. Die Internisten sind für mich grosse Vorbilder was das medizinische Wissen angeht. Aber leider haben die guten Menschen einen Bürojob😦 Die Anästhesie ist toll was die Handarbeit angeht. Man legt mal da ne Leitung oder sticht irgendwo rein. Das macht schon Spass, wäre da nicht die Narkose…….schnaaaarch!!! Der Bereich der mich an der Anästhesie interessiert ist halt das Notarztwesen. Da kommst du als Assi nicht wirklich ran. Aber Anästhesie lasse ich mir noch offen, falls das mit meiner 1. Wahl der Chirurgie nichts wird. Ich gebe es zu, ich bin gern im OP, grün und blau steht mir enorm gut, ich arbeite gerne mit den Händen und meine Augen sind das schönste an mir. Also Chirurgie! Alle Voraussetzungen erfüllt. Leider kann ich mich mit dem Bild des dummen arroganten Chirurgen noch nicht so anfreunden, weil ich total nett bin😀

Ich bewarb mich also auf eine chirurgische Stelle und bekam nach 2 Wochen einen Termin fürs Gespräch. Gespräch lief so lala mit den üblichen Standardfragen „Wieso sollen wir sie einstellen? blablablablablabla….ihr kennt das. Zack, nach 15 Minuten war’s auch schon vorbei und ich stöckelte in meinem Kostümchen und meinen Pumps wieder aus dem Chefarztbüro raus. Naja….mal sehn. Viele meiner Kolleginnen hatten zu dem Zeitpunkt schon Absagen erhalten. Mir wurde gesagt, dass man sich in 10 Tagen melden würde. Aus den 10 Tagen wurden 4. Ich sass morgens im Zug, die Bigbeats auf dem Kopf und hörte Musik, als mein kleines Schwarzes klingelte. Die Sekretärin des Chefarztes war dran „Ob ich den Job noch wolle?“ „Klar!“ „Gut! Ich schicke ihnen den Arbeitsvertrag“ Ich bedankte mich herzlich und sie hängte auf.

Das war es also. Ich hatte meinen 1.5 Jahresvertrag auf der Chirurgie in der Tasche. Am 1. November 2014 geht’s los. Aber halt da war doch noch was? Ach ja….dieses verflixte Staatsexamen😉