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oder wie es hier zu Lande heisst: Interdisziplinäre Notfallstation🙂 Genau, ich bin momentan auf der Notfallstation. Bei meinem Krankenhaus sind immer drei Disziplinen anwesend. Die Internisten (die Netten), die Chirurgen (die Gestressten) und die Neurologen (die Internistischen Kollegen, dies ein bisschen besser wissen :p) Ach ja die Radiologen (die Obergestressten) sind gleich neben an, aber das liegt am Hausaufbau🙂 Mir gefällte es gut in der Notfallstation. Es kommen viele unterschiedliche Fälle rein obwohl ich sagen muss, dass die Betrunkenen (oder auf schlau: C2-Intoxikation), die AZ Verschlechterungen bei Malignom und die akuten Koronarsyndrome die bei weitem häufigsten Beschwerden sind. Bei den AZ Verschlechterungen kann man leider nie was machen, man päppelt die Leute auf, macht eine gute Diagnostik und schickt sie auf die Station, wo sie während einigen Tagen wieder zu Kräften kommen können. Die Betrunkenen lässt man Ausnüchtern und schickt sie dann auf die Station (Rekord von letzer Woche: 5.2 Promille). Die ACS-Patienten bekommen ihre Herzdiagnostik mit den Herzenzymen, ab und zu ein CT um ne Lungenembolie auszuschliessen und wenn’s hoch kommt eine Koronarangiographie. Bis es soweit ist, dauert es meistens ein paar Stunden. Wenn die erste Runde Herzenzyme negativ ist, macht man in 4-6 Stunden die zweite Runde. Der Patient muss dann warten und bekommt Medis um die Beschwerden zu lindern.

Man hat selten Zeit um irgendwelche Eingriffe selber vorzunehmen. Die Unfälle sehe ich als Internisten-Unterassistentin sowieso nicht. Das machen ja die Chirurgen, mit Nähen ist also nicht viel los. Aber ab und zu haben wir etwas Zeit und auch die Gelegenheit mal einen Aszites oder einen Pleuraerguss zu punktieren. Letzte Woche sah ich zwei Aszitespunktionen und eine Pleurapunktion. Die Aszitespunktion habe ich mittlerweile verinnerlicht🙂 und der Assi meinte, dass ich die nächste selber machen dürfe. Drückt mir die Daumen, dass eine „reinkommt“. Bei diesen Eingriffen sieht man sehr schnell eine positives Ergebnis für die Patienten. Die Schmerzen werden besser und sie können leichter atmen. So habe ich am Abend das Gefühl etwas geholfen zu haben. Schade ist, dass man die Patienten nach der Notfallstation nicht mehr sieht und auch nicht weiss wie es ihnen geht, aber das ist wohl auf der ganzen Welt das Problem der Notfallmedizin.