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Letzte Woche habe ich mich wiedermal als Versuchskaninchen zur Verfügung gestellt. Ich bin jung und brauche das Geld😉

Um 7.30 Uhr musste ich nüchtern im Unispital antraben. Dann wurde mir erstmal eine Infusion angelegt und Blut abgenommen. Viel Blut. Da hab ich aber geguckt🙂 Mein Nüchternblutzucker war 3.1 mmol/l was mich äusserst zufrieden stimmte. Brave Bauchspeicheldrüse.

Danach gings ab zum MRT. Zuerst wurden zwei-drei leere Messungen durchgeführt. Also von meinem leeren Magen. Danach durfte ich ein „Studienmuffin“ essen. Der hatte 400kcal. Nun wurde mittels MRT-Messungen beobachtet wie der Muffin meinen Magen verlässt. Während den Messungen musste ich immer 16 Sekunden die Luft anhalten. Das war ok. Alle 15 Minuten wurde ich aus dem MRT gerollt und mir wurde Blut am Ohr abgenommen und ich musste in einen Beutel pusten. Zu Hause habe ich nämlich noch so ein Laktosepulver getrunken welches mit einem stabilen Isotop markiert war. Nun sammelte man den ganzen Tag Atemproben von mir und schaute wann der Kohlenstoff in meinem CO2 auftaucht. Nach 2 Stunden MRT Messungen und zahlreichen Punktionen am Ohr später hatte ich es geschafft und ich ging zusammen mit der Studienärztin zurück ins Stationszimmer. Dort durfte ich lesen, DVD schauen oder schlafen. Alle 15 Minuten musste ich eine Atemprobe abgeben und ab und zu nahm sie mir wieder Blut ab. Um 14 Uhr hatte ich echt hunger. Dann gabs aber auch schon den nächsten Studienmuffin🙂 Bis 17 Uhr verspürte ich keinen Hunger mehr. Sie baute trotzdem ein kleines Buffet auf von dem ich essen durfte. Ich ass etwas Tomatensuppe, da ich extrem kalt hatte! Die tat gut. Dann war der Studientag auch schon vorbei. Mühsam fand ich es eigentlich nicht. Die Blutabnahmen haben mich auch nicht so gestört. Nur die Punktionen am Ohr haben genervt und es war kalt im Studienzimmer. Dafür wurde ich aber auch gut bezahlt und ich hab nun schon 1/3 meines Feriengeldes zusammen😀

Einige Tage später kam ein weiteres Mail von einer anderen Studie auf die ich mich beworben hatte. Dafür musste ich zu den Psychologen gehen. Die Studie untersucht die Funktionsweise eines Hörgeräts. Ich bin natürlich in der Kontrollgruppe🙂 Bei dieser Studie habe ich erste Erfahrungen mit dem EEG gemacht. Das fiese an dieser EEG-Kappe ist, dass sie nass sein muss, damit die Elektroden gut leiten. Resultat: Man hat am Ende ganz nasse Haare. Bei der Saukälte momentan echt gemein. Aber es gab da einen Fön und ich konnte mir danach die Haare trocknen. Bei der Messung ertönten aus einem Lautsprecher immer zwei leicht unterschiedliche Worte und ich musste jedesmal mit der Maus klicken wenn das gefragte Wort ertönte. So eine Messung dauerte ca 9 Minuten und ich kann euch versichern man wird fast irre wenn man immer diese monotonen Wörter hört. Man konzentriert sich nur noch aufs hören. Die Augen oder das Gesicht durfte ich während der Messung nicht bewegen. Man muss auf einen Punkt vor sich starren und soll sich dabei nicht verkrampfen da es sonst im EEG falsche Ausschläge durch die Muskelkontraktionen gibt. Der Blick verschwimmt und es wird dunkler. Blinzeln bringt nach einer gewissen Zeit auch nichts mehr. So war ich froh als ich es nach 1.5 hinter mir hatte. Leider muss ich da noch zwei mal hin. Aber ich werds überleben. Mit dieser Studie hab ich dann schon 1/2 meines Feriengelds zusammen. Atlantik ich komme😀