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Übung macht den Meister. Das hat sich wohl auch der Doc gedacht als er mich gestern bei einem 7-jährigen die Fäden am Kopf ziehn liess!^^ Mein Fazit: Fäden ziehen ist viel einfacher als nähen^^ Aber ich fands toll! Schade waren es nur 4 Stiche^^ Nicht falsch verstehn! Für den Kleinen war es natürlich positiv. Aber ich hät noch gern ein paar mehr gezogen. Vor dem Kleinen kam noch eine Patientin die auch ihre Nähte von der Hüftgelenks-OP ziehen  musste. Leider waren es keine Einzellknopfnähte sondern eine schöne durchgezogene Naht. Die Frau hatte eine super Wundheilung und der Doc musste ihr fast etwas wehtun, da die Fäden schon sehr eingewachsen waren. Doch er hat sie alle rausbekommen.

Später kam eine junge Patientin und liess sich ihre Dornwarzen an den Füssen weglasern. Die Fusssohlen waren geradezu übersäht von den Dingern. Dementspechend war sie schon fast Stammkundin beim Doc. Ich konnte wieder absaugen helfen. Nicht gerade schwierig, aber das muss halt auch gemacht werden.

Ansonsten hatten wir viel Kinder. Ein paar Impfungen, Varizellen (Windpoken -> Ich musste erst mein Mami anrufen und fragen ob ich die schon hatte^^ bissel peinlich^^) und ein Knabe mit nem Pfropf im Ohr. Wir spülten sein Ohr mit einer Ohrendusche aus und ich durfte die Nierenschale halten *yey* 🙂 Der Pfropf war ziemlich hartnäckig. Erst nach 6mal durchspülen war alles draussen. Nun konnte er uns deutlich besser hören^^

Am Anfang der Sprechstunde kam ein Patient mit einer aethylischen Leberzirrhose. Also einer kaputen Leber verursacht durch zu viel Alkohol. Bevor er den Patienten holte fragte er mich auf was ich achten würde. Ich zählte ein paar Dinge auf wie Aszites (Wasser im Bauch), Gerinnung (die Gerinnungsfaktoren werden in der Leber produziert) und natürlich Gelbsucht. Bei der Untersuchung durfte ich versuchen die Leber zu palpieren. Gerade an diesem Tag hatte ich mir nicht die Nägel geschnitten und sie waren etwas lang. Ich hoffe es hat den Patienten nicht zu fest gezwackt. Leider konnte ich den Leberrand nicht ertasten. Der Doc auch nicht. Das bedeutet der Leberrand befindet sich unter dem Rippenbogen und die Leber ist somit nicht vergrössert. Seine Leberwerte waren auch nicht so schlecht. Diese Patienten kann man halt nur beobachten. Wann mal eine Zirrhose da ist ist sie da und geht nicht mehr weg. Bei vollständiger Zerstörung bleibt nur noch eine Lebertransplantation. Aber davon ist dieser Patient weit entfernt.

Am Ende des Nachmittages bekamen wir noch einen kleinen Jungen ca 2 Jahre alt zu Gesicht. Er war bei einem anderen Arzt in Behandlung doch die Therapie schlug nicht an. Er hatte eine Mittelohrentzündung, Bronchitis und eine Stirnhöhlenentzündung (Sinusitis). Dementsprechend weinte er auch vor Schmerzen. Er sprach nicht auf das Antibiotikum an und der Doc verschrieb ihm ein neues. Ich hoffe es geht ihm bald besser. Er sah schlimm aus! Bleich wie ein Gespenst und mager, da er seit Tagen nichts mehr gegessen hatte.

Und so endete mein 5 Praktikum beim Doc. Diesmal ohne Quick-Kontrollen wie mir gerade auffällt^^

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