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Ganz genau! Da sich das Medizinstudium bei uns auch der Bologna-Diktatur unterworfen hat muss ich eine Masterarbeit schreiben. Die Masterarbeit berechtigt mich nach dem 6. Studienjahr das Staatsexamen abzulegen. Sie ist sozusagen mein Ticket in die Freiheit^^

An der Uni ZH gibt es die Masterabeits-Themenbörse. Daraus kann man sich nach Lust und Laune etwas aussuchen oder mehrere Themen reservieren. Da aber leider nur noch mich nicht ansprechende Themen wie Geriatrie oder Klinische Chemie in der Börse zu finden sind, habe ich mich selber auf die Suche nach nem coolen Thema gemacht. Nach einer E-Mail-Anfrage erhielt ich prompt zwei Tage später eine Antwort. Man werde schauen ob noch Themen für eine Masterarbeit vorhanden wären. Dann ein weiteres Mail und schon hatte ich einen Termin mit meinem zukünftigen Betreuer und dem Leiter der Arbeit. Der Leiter einer Masterarbeit ist meistens ein „hohes Tier“ im Spital. Also ein Professor oder Chefarzt. Der Betreuer kann ein Assi oder Oberarzt sein.

Das Thema welches sie mir vorlegten gefiel mir auf Anhieb. Ich hatte mir schon etwas retrospektives vorgestellt und war erfreut zu hören, dass ich „nur“ ein paar Hundert CTs auswerten und ausmessen muss. Von dem Thema ansich hatte ich noch nie ghört. Sie gaben mir Papers zum lesen….eines war auf Französisch -.- aber ich habs trotzdem verstanden^^ Da ich anfangs nicht so schlau draus wurde hab ich mir im Netz noch weitere gesucht und mich schön eingelesen. Nun war mehr oder weniger das Thema klar. So konnte ich die vielen Formulare ausfüllen und an meinen Betreuer senden. Da ich ein Passwort brauche um auf das Patientenakten-System zugreifen zu können waren einige Anträge nötig.

Das Passwort hab ich zwar noch nicht bekommen. Aber heute hatte ich wieder ein Treffen mit meinem Betreuer und dem anderen Studenten der eine ähnliche Arbeit wie ich schreibt. Wir müssen die Patienten aus einer Liste heraussortieren. Meine Arbeit hat spezielle Kriterien und seine auch. Damit wir nicht beide die über 1000 Patienten durchgehn müssen teilen wir die Liste auf und jeder macht eine Hälfte und sucht dabei auch noch für den anderen Patienten raus.

Die nächsten zwei Wochen hab ich keine Zeit um an der Liste zu arbeiten, aber sobald das Semester begonnen hat, bin ich wohl an dem einen oder anderen Abend im Spital und sortiere meine Patienten.^^ Das tolle an dieser Masterarbeit ist, dass wir etwas neues machen und daraus ein Paper entsteht. In einem Jahr könnte also schon in irgendeinem Journal ein Paper von mir stehen, zwar nur als Zweitautor, aber immerhin^^