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Am Montag startet in Zürich die Blutspendenaktion 2010! Neben Blut hat man auch die Möglichkeit seine Stammzellen zu registrieren. Wozu?

Adulte Stammzellen können zwar nicht mehr jede Art von Zelle im Körper bilden, aber sie sind immer noch in der Lage neue rote und weisse Blutkörperchen sowie Plättchen und weitere Abwehrzellen zu produzieren. Bei vielen Krankheiten ist diese Blutbildung gestört z.B. bei Leukämie. Durch eine Knochenmarkspende können wieder gesunde Zellen in den Körper eines Patienten eingebracht werden und diesen eventuell sogar heilen. Die Sache wird jedoch durch einige Dinge erschwert. Natürlich muss der Spender und der Empfänger die gleiche Blutgruppe haben, aber auch gewisse Gewebemarker müssen sich sehr ähnlich sein damit das Gewebe nicht vom Empfänger abgestossen wird. Das erschwert die Spendersuche. Darum ist ein grosser Topf an potentiellen Spendern sehr wichtig.

Es gibt zwei Arten wie gespendet werden kann. Entweder werden die adulten Stammzellen aus dem Blut herausgefiltert oder sie werden direkt aus dem Knochen entnommen.

Bei der Entnahme der periferen Blutstammzellen wird der Spender an einen Venenkatheter angeschlossen und eine Maschine „sammelt“ die Stammzellen aus dem Blut. Davor wurden Wachstumsfaktoren verabreit, die dafür sorgen, dass viele Stammzellen im Blut vorhanden sind. Der Vorgang kann einige Stunden dauern ist aber mehr oder weniger schmerzfrei.

Bei der Entnahme des Knochenmarkts aus dem Knochen des Beckens erhält der Spender eine Vollnarkose. Diese Variante ist effizienter, aber auch etwas schmerzhafter. Der Spender muss auch eine Nacht im Spital bleiben.

Die Blutstammzellspende ist etwas aufwändiger als die Blutspende, aber nicht weniger wichtig. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine registrierte Person in ihrem Leben wirklich einmal spenden muss ist klein. Aber wenn der Fall eintritt kann ein Leben gerettet werden.

Deshalb registriert euch ab nächster Woche mit ein paar Tröpfchen Blut an der Blutspendenaktion der Universität Zürich!