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All diese netten und melodiösen Bergriffe sind Teil unseres Gehirns. Wie ihr unschwer erkennen könnt  habe ich gerade den ZNS-Kurs. Seit Semesterbeginn haben wir uns zwei Nachmittage in der Woche das Gehirn von allen Seiten zu Gemüte geführt. Mein Favorit: Sagitalschnitte. Die sind einfach am leichtesten. Leider verfüge ich über ein sehr schlechtes räumliches Vorstellungsvermögen, wie mir damals bei der Aufnahmeprüfung für eine Lehrsstelle bei den Schweizerischen Bundesbahnen mitgeteilt  wurde (Klein-Momo konnte nicht einschätzen auf welchem Gleis die Züge einfahren 🙂 ) Darum mag ich Horizontalschnitte nicht so, die Höhen der verschiedenen Kerne einzuschätzen finde ich schwierig. Das wird wohl nix mit der Radiologen-Karriere :-p Im Grossen und Ganzen macht das ZNS Spass. Ich hatte ein bisschen Panik, dass es noch komplizierter ist, als es ist. Am Anfang sassen wir alle im Präpsaal und der Prof warf mit Begriffen um sich unter denen ich mir absolut nix vorstellen konnte. Aber nach einer gewissen Zeit hatte man alles schon etwa 5mal gehört und es kam langsam Licht ins Dunkle. Am Dienstag ist das Testat und ich bin mit Lernen noch nicht durch. Aber das klappt schon.

Der Prof an unserem Tisch erzählte uns während des Kurses immer lustige Anekdoten (während er mit nem riesen Kuchenmesser, dass Hirn in kleine Scheiben schnitt ^.^). Eine handelte von der Konservierung der Gehirne.

„Ja, wissen sie. Wir haben nicht so viele gute Gehirne hier. Um sie gut zu konservieren muss man sie gleich nach dem Tod aus dem Schädel entfernen. Sonst kommt zu wenig Konservierungsmittel daran. Würde man die Gehirne aber in einen Kübel legen würden sie sich sofort verformen. Wir binden also einen Schnurr um das Kleinhirn und befestigen das andere Ende an einem Korken. Dann kommen die Gehirne mit der Korkenschnurr in einen grossen Behälter wo sie frei rumschwimmen. Das sieht sehr eindrücklich aus wenn sie den Deckel öffnen“

Ich musste grinsen. Die Vorstellung ist total bizarr.  Aber wie er es erzählte war echt witzig. Ich muss noch anmerken, dass er Tessiner ist und mit einem italienischen Akzent Deutsch redet. Das verleiht der Sache gleich noch mehr Komik.

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