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Mein erster Tag auf der Wochenbettabteilung war super! Es ist schön wiedermal von so viel Leben umgeben zu sein und nicht täglich den Tod vor Augen zu haben.

Ich war wie gewohnt um 6.45 Uhr auf der Station um zu bemerken, dass sie dort erst um 7Uhr starten 🙂 Darüber bin ich aber absolut nicht traurig, dann kann ich länger schlafen 🙂 Ich wurde wieder der Pflegeassistentin zugeteilt und wir erledigten ähnliche Arbeiten wie unten. Geschirr ausräumen, Tee verteilen etc. Sie war mir von Anfang an sympathisch. Redete viel, erklärte alles und hat sich auch für mich interessiert. Was ich mache, wie alt ich bin, von wo ich kommen…etc. So muss es sein. Diese Menschlichkeit hat mir bei meiner vorherigen Betreuerin gefehlt.

Als die Kinderärzte kamen um die kleinen Würmchen zu untersuchen, ermutigte sie mich sogar zum zuhören. Also fragte ich die Ärztin ob ich zu schauen dürfe, was absolut kein Problem war. Die Kleinen werden immer am 4. oder 5. Tag nochmal genau unter die Lupe genommen. Wie die Reaktionen sind, die Augen wurden angeschaut und ein Hörtest wurde gemacht. Bei den zwei Babies, die heute Morgen untersucht wurden war alles ok. Sehr schön.

Um die Mittagszeit rum, als das Essen verteilt war, ging ich wieder ins Kinderzimmer und trug eine Zeit lang den kleinen J. durch die Gegend. Seine Mama war gerade unter der Dusche. Plötzlich bekam er einen Schluckauf der ca. 10 Minuten dauerte und ihn sichtlich nervte 🙂 Ich riet ihm, die Luft anzuhalten und drei mal zu schlucken…aber das hat er irgendwie nicht geschnallt. 🙂

Nach dem Mittagessen bestückten wir die Wickeltische in den Zimmern mit neuen Strampelanzügen und kleinen Windeln und allem was das moderne Baby von heute in seinen ersten Lebenstagen so braucht.

Später wurde ein Neugeborenes, ein Zwilling zu uns verlegt. Die Krankenschwester begutachtete ihn nochmal ob auch alles dran sei. Dann bemerkte sie, dass die Nabelschnur viel zu lang war und wir kürzten sie. Dazu musste ich schnell in den Gebärsaal gehen um eine sterile Nabelschnur-Schere zu holen. Wenige Minuten später war sie das lästige Ding los. Ich betastete das abgeschnittene Stücken noch kurz bevor sie es wegwarf. Nun weiss ich endlich wie sich dieses spezielle Bindegewebe, die Wharton-Sulze, welches nur in der Nabelschnur vorkommt, anfühlt. *Streber Modus aus*

Vor dem Feierabend um 16 Uhr putzen wir noch etwas, warfen Abfall weg und räumten die Wäsche ein. Das übliche halt, kurz vor Feierabend. Der Tag verging rasend schnell und vor lauter Babies hatte ich ständig ein dümmliches Grinsen im Gesicht 🙂 Da möchte man doch gleich die Pille absetzen und selber so ein Schnuffelchen produzieren 🙂

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