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Heute war ich permanent am rumrennen. Bis zum Mittagessen hatte ich keinen Tropfen getrunken und mir wars noch  nicht mal aufgefallen.  Die Arbeiten vor Frühstück erledigte ich eigentlich gut und schnell. Nach dem Frühstück musste ich die Essen für die stationären Patientinnen bestellen. Nur heute hatten wir 3 OPs, 5 Eintritte, 1 Notfall und 2 kurzstationäre Patientinnen, die vom Notfall betreut werden und von denen ich nicht so Ahnung habe. Kurz gesagt, die Essensbestellung hat ewig gedauert und warf mich ziemlich zurück. So konnte ich die Dienstkleider nicht am Morgen zur Wäscherei bringen, was ich dann am Nachmittag erledigen musste. Ein drunter und drüber. Dazu kam, dass heute jeder das Gefühl hatte, ich hätte Ahnung oder war zu sagen. Die Putzfrau fragte mich aus, wie sie das Isolier-Zimmer putzen soll. Dabei hatte ich diese Patientin nie gesehn, ich wusste nicht ob sie den Norovirus hatte oder was sonst los war. Niemand der gerade auf der Station war, wusste was gestern noch mit dieser Patientin ablief und zum Abklären war die diplomierte Schwester einfach zu beschäftigt und musste die Putzfrau auf später vertrösten. Das hat die gar nicht gefreut.

Dann kam die erste Patientin. Als ich sie zu ihrem Bett brachte, war dieses nicht hergerichtet. Wir hatten es vergessen. Ich musste sie also kurz vertrösten und dann in Eile ihr Bett machen. Sie fands nicht so lustig. Naja… Dann war zum Glück Mittagspause. Ich war am verhungern!

Als wir vom Mittag zurückkamen, stand natürlich schon der Essenswagen da. Schnell verteilte ich das Essen. Diese Arbeit geht schnell und macht mir noch Spass. Man sieht dabei alle Frauen, die auf der Station liegen.

Im Wartebereich des Notfalls sah es mitlerweilen katastrophal aus. Überall lagen Zeitschriften rum und einige Besucher waren unfähig ihre Trinkbecher im Kübel zu entsorgen. Aber ich hatte keine Zeit mich darum zu kümmern. Ich musste schnell in die Apotheke die Chemotherapie holen. Als ich zurück war verräumte ich das Material aus dem Zentralmagazin, an dem ich schon den ganzen Morgen vorbeigelaufen war. Dann musste das med. Material in den Stationszimmern von der Station und dem Notfall und dem Chemo-Zimmer aufgefüllt werden. Dazwischen wurde ich ständig abkommandiert um irgendwas zu holen, herzurichten, neu zu beziehen (Transportliege, Notfallbett) etc…das kann einem extrem bremsen, wenn man ständig von einer Arbeit weg muss.

Um 14 Uhr stresste ich in die Wäscherei und zurück. Als ich zurück war, war die Rohrpost verstopft und ich musste ins Labor rennen um Blut abzugeben. Und so gings munter weiter bis um 16 Uhr. Feierabend. Doch anstelle nach Hause zu gehen, ging ich mit den anderen Gyni-Mitarbeiterinnen zur Info-Veranstalltung der Infektiologen über die Nordamerikanische Grippe A (H1N1). Das Spital ist zum jetztigen Zeitpunkt gut vorbereitet, wie ich finde. Es wurden schon viele Richtlinien erlassen und in der Notaufnahme wurde ein separater Bereich für Erkrankte und Abklärungen eingerichtet, der sogar einen separaten Eingang hat, damit die Infizierten nicht durch die ganze Notaufnahme latschen. Sogar unsere Gyni-Notfälle werden dort abgeklärt. Wir müssen die schwangeren Damen also rüberschicken, egal wie dick der Bauch schon ist 🙂

Jetzt brauch ich ned Dusche! 🙂

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