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Lange haben wir gebannt darauf gewartet und nun ist er schon vorbei.  Kurz: Die erste Leiche ist zerlegt.

Heute fand das letzte Testat statt, welches das Ende des Kurses darstellte. Wir hatten nun seit mehreren Wochen kein Testat mehr und die Stoffmenge hatte sich dramatisch aufgetürmt! Am Sonntag musste ich um alles zu schaffen nochmal Vollgas geben. Ich hatte die Menge erneut unterschätzt. Thema waren diesmal die Extremitäten, also Arme mit Hand und Bein mit Fuss. Es ist sehr beeindruckend wie viele kleine, winzige, blöde Muskeln sich in Hand und Fuss verstecken. Andererseits, wenn sie es nicht täten, würden wir nicht so klasse funktionieren. Für den Lernenden eine Bürde, für dem Menschen super!

Das Testat verlief einwandfrei. Ich hatte endlich mal Glück und bekam ein Thema wo ich top vorbereitet war, da ich diese Region präpariert hatte. Die Extensoren des Unterarms und ihre Sehnenfächer. Diese Sehnenfächer machen eigentlich selten Probleme. Bekannter ist, da das Problem des Karpaltunnelsyndroms. Dies tritt auf wenn der Nervus medianus durch eine zu enge Sehnenscheide abgequetscht wird. Dies schmerzt normalerweise ziemlich und man kann auch motorische und sensorische Ausfälle haben. Zum Glück ist dies aber gut operierbar. Man schneidet einfach das Sehnenfach auf und lässt es offen. Damit die Sehne nicht hervortritt wächst mit der Zeit Bindegewebe darüber und der Kanal schliesst sich wieder. Leider kann es passieren, dass die Probleme zurückkommen und man nochmal unters Messer muss. Diese ganzen Ausfallerkrankungen durch Nervenläsionen in den Armen und Händen fand ich sehr spannend. Am Testat wurde ich dann zum Nervus Radialis befragt, da dieser Nerv alle Extensoren (also die Oberseite des Unterarmes) innerviert. (Mit einer Ausnahme^^) Fällt dieser Nerv aus kann man die Hand nicht mehr heben und der Patient zeigt das klinische Bild der „Fallhand“. Je nachdem wo die Verletzung ist z.B. am Oberarm kann auch der ganze Trizeps ausfallen und man kann dann den Arm gar nicht mehr heben.

Fazit: Der Präpkurs war spannend und sehr lehrreich. Manchmal wurde ich etwas von der Stoffmenge überfahren, aber jetzt befindet sich mehr oder weniger alles in meinem Kopf und muss nur noch bis zur grossen Prüfung drinbleiben. Daher heisst es jetzt repetieren, repetieren und verfeinern.

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