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Gestern klingelte der Wecker um 5.45 Uhr und signalisierte mir meine müden Knochen aus dem Bett zu bewegen. Jetzt gehts also wieder los mit dem früh aufstehen. Aber da ich seit Februar irgendwie nichts sinnvolles mehr gemacht habe, ausser einen Monat in Japan zu verbringen, bin ich ganz froh darüber. Ich fuhr also zum ersten Mal an die neue Uni. Es ist eigentlich nicht viel weiter als nach Basel und wenn man dann in Bern das dritte mal umsteigt ist man schon gut wach. Hab dann im Zug noch den netten Mann vom Bistro getröstet der nix zu tun hatte, da seine Stammgäste irgendwie nicht aufgekreuzt waren. Dafür durfte er mir sein teures Mineralwasser verkaufen. Ich bin so nett und war kurz vor dem verdursten. 🙂

Der Zug hatte leider ein bisschen Verspätung und ich kam erst um 8 Uhr in Fribourg an. Zum Glück fuhr sofort ein Bus nach Pérolles (so heisst mein Uni-Teil) und ich war pünklich um 8.15 Uhr vor der Aula Josepf Deiss. Aber einen Kaffee musste ich mir schon noch holen, da ich auf der ganzen Hinfahrt niergends genug Zeit hatte um mir einen Kaffee zu kaufen. Ahhhh! 🙂 Da war es natürlich sehr praktisch, dass vor der Aula ein Kaffee-Buffet aufgebaut war, wo wir uns gratis bedienen konnten. Gipfeli (oder Hörnchen, wie ihr Deutschen es so liebevoll nennt) gabs auch aber ich hatte eigentlich noch keinen Hunger und liess die Kalorien liegen. Dann wurde die Tür geöffnet und alle Erstis der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät strömten in die Aula. Begrüsst wurden wir vom Dekan der Fakultät, vom Stadtpräsidenten von Fribourg und von der Presidentin der AGEF (Association général des etudiants de Fribourg auf Deutsch „der Verein der Studierenden von Fribourg). Die Reden waren ein Mix aus Deutsch und Französisch. Eine Begebenheit an die ich mich jetzt gewöhnen muss. Ich versteheh eigentlich schon gut Französisch, aber ich kanns nicht so gut sprechen. Später wurde mir jedoch versichert, dass ich nie sprechen müsse, sondern nur ein gutes passives Verständiss haben müsse. Ok, beruhigt. 😉

Nach den Reden wurde die Spreu vom Weizen getrennt, dh. für die Mediziner gings im Anatomiegebäude weiter. Doch wo war das Anatomiegebäude? Einen kurzen Blick auf meinen Lageplan gab mir die ungefähre Richtung an. Noch schnell ein Gipfeli geschnapt (soviel zu den Kalorien) und los gings.

Das Anatomiegebäude fand ich sofort. Nach einiger Zeit trudelten dann alle neuen Medis ein und wieder wurden wir begrüsst vom Chef des Medizin-Departements. Dann wurde es interessant. Die Studienkordinatorin, eine etwas unsympathische, streng wirkende Person setzte uns über gewisse Dinge, wie Prüfungen, Praktika, die Homepage etc in Kenntniss. Das fand ich schon sehr aufschlussreich. Den kurz nach dem ich erfahren hatte, dass ich in Fribourg studieren werde, gab die Uni bekannt, dass das dritte Studienjahr aufs nächste Herbstsemester 09/10 eingeführt wird. Mich hats natürlich total angekotzt nach Fribourg zu gehn (viel zu weit, Französisch…etc) und ich befürchtete auch noch das dritte Jahr dort machen zu müssen. Aber die nette Frau (ähm) teilte uns mit, dass sie nicht gleich mit der vollen Kapazität beginnen können. Im ersten Jahr nähmen sie nur 20 Personen und im zweiten dann 40 3-Jahr Studenten etc. Puh, ich hab also immer noch die Möglichkeit dort zu verduften.

Nach dem wir total mit Infos vollgepumpt waren, wurden wir 2.-Jahres Studenten zugeteilt und diese zeigten uns in kleinen Gruppen die Uni. Mir gefällt es gut, dass alle wichtigen Gebäude sehr nahe zusammenliegen und dass es sooooooo viele Arbeitsplätze hat! In Basel konnte man ja froh sein wenn man mal irgendwo nen Stuhl gefunden hat. 🙂

Fazit: Ich fühle mich zwar zwischen all diesen 1988er Jahrgängen wie ne Oma, aber ich glaube das wird schon gut werden da in Fribourg. Die Mitstudenten sind mir sehr sympathisch und die deutschsprechenden liegen in der Überzahl. 🙂 Ausserdem habe ich erfahren, dass wir schon im zweiten Semester mit dem Präparierkurs anfangen! Yey! Darauf bin ich echt gespannt!

So, am Montag mehr. 🙂

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