09.24.09
Einer dieser Tage
Gestern war einer dieser Tage, an denen alles schief lief. Am Morgen hatte ich vier Stunden Vorlesung und machte mich um 12 Uhr wieder auf den Heimweg. Dieser Teil des Tage verlief ja noch geregelt und geordnet. Am Bahnhof checkte ich mit meinem Telefon meine E-Mails. Es war eins vom Studiensekretariat dabei. Eine Information, dass wir am nächsten Dienstag 220Fr. mitbringen müssten, da dann die Histologie-Präparate ausgeteilt würden. Ich dachte mich trifft der Schlag! 220Fr. Depot für ne Box mit Objektträgern drin. Momentan habe ich leider eine grosse Rechnung von der Autoreparatur daheim rumliegen, die ich diesen Monat zahlen muss und ich bin echt knapp dran. In der ersten Semesterwoche mussten wir auch total viel kaufen. Anleitung für den Präpkurs, Biochemie-Praktikum-Skript…etc. Dann kam noch dazu, dass mein Generalabonement für den Zug nicht gekommen ist. Ich habs bestellt und hätte es gestern gebraucht, da meins gestern abgelaufen ist. Ich musste dann zum Schalter und wollte mir ein Übergangsabo lösen. Da sagt mir die Frau, dass gar nichts im Computer wäre. Super, dann ist der Brief wohl verloren gegangen. Ich musste dann auf den Zug rennen, da ich noch zur Arbeit musste und konnte das Problem nicht lösen. Heute morgen hat mir eine verständnissvolle Frau am Bahnhof dann doch ein GA für einen Monat ausgestellt, obwohl sie das eigentlich nicht dürften. Das hat mich auch wieder was gekostet. Jetzt muss ich mir schnell das neue Abo besorgen, bevor das Übergangs-Ding wieder abläuft. Rahhhhh!!!! Ich hatte dann so die Schnauze voll von allem, dass ich heute Morgen nach der Arbeit den Zug nach Hause genommen habe anstelle zur Uni zu gehn. Jetzt bin ich geduscht und es steht ne dampfende Tasse Kaffee vor mir. Ich fühl mich echt besser. Manchmal wächst einem einfach alles über den Kopf und lernen sollte ich ja auch noch irgendwann mal. Jetzt lerne ich noch ein bisschen und gehe um 14 Uhr zur Uni. Hab noch Praktikum, das ich nicht schwänzen kann. Ist aber auch nicht schlimm.
12.10.08
Sozialverhalten an der Bushaltestelle und warum eine Minute an der Anzeigetafel 240 Sekunden hat
Jeden Abend an der Bushaltestelle bietet sich mir ein ähnliches Bild. Die elektronische Anzeigetafel kündigt die verbleibenden Wartezeiten auf die Buslinien 1, 2 und 3 mit einer beziehungsweise zwei Minuten an. Die Buslinien 1 und 2 kommen immer vor meiner Linie, der Nr. 3. Da ist es natürlich taktisch klug, wenn man als Fahrgast dieser beiden Linien am vorderen Ende der Bushaltestelle wartet. Das hat mittlerweile jeder begriffen. Die wahre Kunst des Wartens zeigt sich erst bei Benützern der Linie 3.