Huch, was flattert den da zur Tür herein….ein Blogaward!

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Und erst noch von einem mir völlig unbekannten Blog^^ Dankeschön an Schwester Hildegard! Ich nehme sehr gerne an :)

blogaward

Die Regeln:

Dieser Award wird an neue (kleinere) Blogs verliehen, damit man sich einander kennenlernt und mehr über den jenigen erfährt.

Es werden insgesamt 11 Fragen vom Awardverleiher gestellt, die man beantwortet und dann stellt man wiederum 11 Fragen, die dann weitere 10 Lieblingsblogs beantworten müssen.

1. Wie verbringst Du die Ostertage?

Ich bin bei meinen Eltern zum Essen eingeladen. Ansonsten wohl mit lernen…

2. Was legt der Hase bei Dir so in die Nestchen?

Schoggi natürlich!

3. Färbst Du selbst Eier oder kaufst Du bunte?

Als Kind hab ich immer selber gefärbt. Momentan fehlt mir leider die Zeit :(

4. Mit welcher Technik?

Wild die Farbe drauf tupfen und sie zerlaufen lassen :)

5. Was wird es zu Essen geben?

Das weiss ich noch nicht. Aber wie ich es von meiner Mutter gewohnt bin wird es köstlich sein :)

6. Wieso hast du das bloggen angefangen?

Ich wollte eine persönliche Dokumentation meines Weges zur Ärztin. Ob es jemand liesst war mir eigentlich egal :)

7. Lieblingsreiseziel?

Ich war noch nicht da, aber ich will mal nach Hawaii! Ich surfe seit 3 Jahren und da ist die Destination Pflicht :D

8. Was machst du, um nach der Arbeit zu entspannen?

Ballett! Das entspannt total!

9. Welches ist Dein Lieblingsbuch?

Ich hab so viele tolle Serien die ich lese! Da kann ich mich unmöglich entscheiden! Die Bücher wären sonst gekränkt.

10. Was ist Deine Lieblingsmusik?

Ich bin seit letztem September auf dem James Blunt-Trip! Da hab ich ihn zum ersten Mal live gesehn! ER IST SO TOLL!!!

11. Hast Du Lust, ab und an mein Blögchen zu besuchen?

Natürlich! Ich lese auf jeden Fall mal rein :)

Ich gebe den Award an 7 Blogs weiter, da ich leider nicht mehr so viele Blogs lese und nicht mehr “neue” kenne. Ich weiss das ist erbärmlich….

LifeReport (hat den zwar schon bekommen, kriegt er aber doch nochmal von mir)

Schneiden lernen

Kiki (hat ihn auch schon, trotzdem nochmal :) )

Stellinchen

Ämpee

Alltag im Rettungsdienst

Hesting

Was könnte ich den fragen, ach ich habs!

1. Hast du dein Lieblingsplüschtier aus Kinderzeiten noch?

2. Was lässt dich jedes Mal grinsen wenn du es siehst/hörst/dich daran erinnerst?

3. Sache ohne die du nicht leben möchtest?

4. Jogger, Fitness-Center-Mensch oder Outdoorsportler?

5. Ordnungsliebend oder organisiertes Chaos?

6. Ferienpläne für den Sommer?

7. Links-, Rechts- oder Beidhändig? (Das ist vor allem bei den Chirurgen interessant^^)

8. “Medicine! Fucking my life to save yours!” Bist du mit der Aussage einverstanden?

9. Pro oder Kontra Sarkasmus?

10. Morgen- oder Nachtmensch?

11. Welche Sprache möchtest du lernen?

So! Ich wünsche viel Spass!

 

 

Eingependelt oder chillaxige Lern- und Arbeitswoche mit Fitness

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Der Alltag hat seinen Rhythmus gefunden.

Meine Woche sieht ungefähr so aus. Montags schlafe ich meistens aus, da ich Sonntags oft Arbeiten muss. Die 11h Schicht schafft mich nicht mehr so stark wie am Anfang aber sie ist immer noch anstrengend.

Am Dienstag treffe ich mich mit den Mädels in der Bibliothek und wir gehen Fälle durch. Eine “spielt” dann immer den Patienten und wir erheben die Anamnese und überlegen uns welche weitere Diagnostik wir veranlassen müssten. Danach erläutern wir dem “Patienten” das Procedere. Dies ist eine gute Übung für die OSCE Prüfungen im September, aber auch zum unser differentialdiagnostisches Denken zu üben. Ich darf stolz berichten, dass wir meistens alle DDs zusammen kriegen. Als Grundlage verwenden wir das USMLE Step 2cs Buch. Leider ist es ein bisschen Sexualanamnese lastig und auch die häusliche Gewalt kommt oft vor. Aber ansonsten sind es gute klassische Fälle, die man (in der Theorie) immer wieder sieht.

Am Mittwoch bis Freitag habe ich am Nachmittag keine klinischen Kurse, entweder bin ich zu Hause und lerne (schaue YouTube) oder bin auf der Arbeit. Ich hab drastisch reduziert. Meine Chefin hat das total verstanden, da sie natürlich einsieht, dass meine Ausbildung Vorrang hat. Als netter hilfsbereiter Mensch hatte ich halt immer ein schlechtes Gewissen wenn die Kolleginnen wieder in der Arbeit ertrunken sind. Zum Glück hat der Chef jetzt noch eine Mitarbeiterin eingestellt und ich muss mir darum keine Sorgen mehr machen. Die Kohle stimmt immer noch mehr oder weniger. Oft reichts nicht bis Ende Monat, aber das ist mir so egal. ich muss nur noch ein halbes Jahr durchhalten :)

Gesundheitlich geht’s mir gut. Ich versuche seit einer Woche die Laktose zu meiden, was mir eigentlich gut gelingt. Es gibt ja mittlerweile tolle Produkte in den Supermärkten. Hab mir eine Laktose frei Milch, Joghurts und Butter geholt. Da ich nicht sehr viele Fertigprodukte konsumiere und immer alles frisch koche, geht das sehr gut. Wie ich auf die Idee gekommen bin? Ich hab schon seit ich ein Kind bin immer diese quälenden Bauchschmerzen, die kommen und gehen. In der letzten Zeit wurde es schlimmer. Der Schlüsselmoment war letzte Woche wo ich wieder mal von “Marmeladenbrot-Frühstück” auf “Müesli-Frühstück” wechselte und ich zudem am Mittag noch etwas kochte in dem ziemlich viel Milch drin war. Ich bin fast explodiert. Der Mensch war meiner Meinung nach noch nie auf dem Mond, aber ich hätte es an diesem Tag schaffen können wenn man mir eine Rakete zur Verfügung gestellt hätte. Ich halte euch auf dem Laufenden :p

Abends versuche ich zwei mal die Woche in mein Fitness-Studio zu gehen und am Samstag steht wie immer mein Ballettunterricht auf dem Programm. <3

Meine Woche ist ziemlich voll gepackt aber ich konnte mittlerweile die Panik vertreiben, den Lernstoff nicht bis am 4. August zu schaffen. Mein tolles neues Pharma-Buch könnte sogar für das Wunder sorgen, dass ich mir Pharma merken kann. Ich lerne jeden Tag mindestens eine Medikamentengruppe. Zudem wiederhole ich 1-2 Kapitel eines schon gelesenen Themas (momentan Ophthalmologie) und lese 20-25 Seiten eines neuen Fachgebiets. Gerade hab ich Rechtsmedizin durch (hach so schön einfach und logisch) Ab morgen geht’s mit der Chirurgie los! Einteilungen und Stadien pauken par excellence :D

Liebe Grüsse! Take care!

Masterarbeit genehmigt!

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Es ist vorbei!

:D :D :D

Endlich flatterte der Brief vom Dekanat ins Haus, dass meine Arbeit angenommen wurde. Pünktlich zum 31.3.14! Den an diesem Datum lief die Anmeldung zum Staatsexamen ab! :) Obwohl die das in Bern eh nicht gemerkt hätten, ich bin überzeugt. Ich war nämlich schon angemeldet bevor ich die definitive Bestätigung der Masterarbeit hatte.

Einige meiner Twitter-Follower waren ein bisschen verwirrt wegen meinen Masterarbeits-Tweets. Vor allem die deutschen Studikollegen. Deshalb eine kurze Erklärung zum Schweizer System.

2007 wurde das Schweizer Medizinstudium in ein Bachelor-Master-System umgewandelt. (……..*Zeit für Gelächter*…..)

Ich begann 2008 mit dem Studium und geriet daher in das neue System (…..*Schweigeminute*….) Nach den zwei Vorklinikjahren in Fribourg wechselte ich nach Zürich in mein letztes Bachelorjahr. Zu diesem Zeitpunkt wurden wir schon über die Masterarbeit aufgeklärt und durften auch schon früher beginnen obwohl wir noch gar nicht im Masterstudiengang waren. Ich suchte mir im also im 6. Semester einen Leiter und einen Betreuer und legte los. Ab dem 7. Semester befanden wir uns offiziell im 1. Studienjahr Master (ehemaliges 4. Studienjahr). Die meisten hatten da schon mit der Masterarbeit begonnen und das Gefühl, die Arbeit ganz schnell zu schreiben und abzugeben. Kaum einem gelang es. Ärzte sind nämlich echt miese Betreuer wenn es um Masterarbeiten geht. Die rufen nie zurück, schreiben nicht ect. Ich hatte diese Problem zwar nicht, aber viele meiner Kollegen. Mein Problem war das Fellowship meines Betreuers. Schwups war er ein Jahr weg und alles lag brach.

Im 5. Studienjahr….oh hoppala im 2. Studienjahr Master meinte ich natürlich, in dem unsere Unterassistenz stattfindet hätten wir sogar einen Monat in die Arbeit investieren dürfen, vorausgesetzt sie war noch nicht fertig abgegeben. (……*Zeit für Gelächter*…..) Ich hab das nicht gemacht, da ich dachte “Ach, dass reicht noch laaaaaaannnggggeeeeeeeeee”

Im 3. Studienjahr Master (6. Jahr) rückte der Abgabetermin immer näher. Auch ich geriet noch unter Druck, da uns plötzlich auffiel “Huch, wir brauchen einen Ethikantrag? Ja das ist jetzt blöd” Ich durfte also im Dezember, 2 Monate vor Abgabetermin noch einen Ethikantrag stellen. Zum Glück wurde er genehmigt und ich mutierte quasi zum “Rain man” der Ethikanträge. Danach kamen alle Studis die das gleiche Problem hatten zum mir. Ich hätte Geld verlangen sollen :)

Ohne eine genehmigte Masterarbeit darf man nicht ans Staatsexamen. Es ist quasi unsere Eintrittskarte. Die Masterarbeit kann zu einer Dissertation ausgebaut werden. Die Dissertation darf aber erst 1 Jahr nach bestandenem Staatsexamen abgegeben werden. Die meisten von uns schliessen ihre Dissertation gleich ans Staatsexamen an und verschieben ihren Berufsstart. Das mach ich aber nicht. Ich hab geplant, die Diss nach meinem ersten Job innert max. 6 Monaten zu machen. Vielleicht ergibt sich auch noch eine Möglichkeit während meiner ersten Stelle. Mal sehn. Aber eines ist klar: Ich will nicht für den Rest meines Lebens als med.pract rumlaufen, das klingt einfach nicht sexy. :)

Wie ein Bu-Bu-Bu-Bu- Bumerang…..

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….kommt sie immer wieder bei mir an!

Die Masterarbeit

Ihr kennt die leidige Geschichte. Im 3. Studienjahr hab ich mit der Masterarbeit auf der Unfallchirurgie angefangen. Am Anfang war es eine Riesenarbeit. Ich musste die Studienpopulation zusammenstellen und die Messungen durchführen. Die Arbeitsplätze waren beschränkt und die Master-Studierenden kamen sich ständig in die Quere. Aber nach ca. 3 Monaten hatte ich es geschafft. Dann ging es lange mit der Statistik. Dann waren die Ergebnisse nicht so wie wir sie wollten und die Statistik wurde nochmal gemacht. Dann ging mein Betreuer nach Kanada als Fellow und blieb ein Jahr. Die Arbeit lag brach. Lange Rede kurzer Sinn…ich habe die Arbeit 4 Tage vor dem Abgabetermin abgegeben. Wer hätte das vor 3 Jahren gedacht? Ich dachte noch ich wär die erste die abgibt, aber egal.

Nun ist das Ding wieder bei mir! Ich muss noch ein paar Korrekturen machen. Zum Glück nichts grosses. Aber trotzdem muss ich das Ding nochmal binden lassen und das kostet wieder. Hat mich also nicht sehr erfreut.

Dann setz ich mich mal ran.

Die grosse weite Welt…..1. Assistenzarztstelle

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Gerade gesehn, dass ich über DAS Ereignis im letzten Jahr noch keinen Ton verloren habe. (Twitter ist schuld! Da hab ich’s verkündet)

Ich hab nen Job! Und zwar auf einer mittelgrossen chirurgischen Abteilung im meinem Wohnkanton. Von der Uni habe ich mich ferngehalten. Ich will klein anfangen, mit Blinddärmen und Gallenblasen^^

Schon während meiner Unterassistenz wurde ich ständig gefragt: “Na? Hast deine Assi-Stelle schon?” Nicht nur ich reagierte etwas perplex auf die Frage auch Kollegen von mir. Wir hatten damals ja noch 2 Jahre Studium vor uns. Erstens die Unterassistenz fertig machen und dann noch das 6. Jahr bestehen. Als ich ins 6. Jahr startete stieg der Druck und ich begann mich zu fragen 1. was will ich machen? und 2. wo will ich es machen? Die 2. Frage war schnell beantwortet. Ich will im Kanton bleiben. Am liebsten ein Kantonsspital oder Regionalspital mit ner grossen Notfallstation. Für Frage 1 standen zur Auswahl Innere Medizin, Chirurgie oder Anästhesie. Innere Medizin betrachte ich als Grundlage für alles. Die Internisten sind für mich grosse Vorbilder was das medizinische Wissen angeht. Aber leider haben die guten Menschen einen Bürojob :( Die Anästhesie ist toll was die Handarbeit angeht. Man legt mal da ne Leitung oder sticht irgendwo rein. Das macht schon Spass, wäre da nicht die Narkose…….schnaaaarch!!! Der Bereich der mich an der Anästhesie interessiert ist halt das Notarztwesen. Da kommst du als Assi nicht wirklich ran. Aber Anästhesie lasse ich mir noch offen, falls das mit meiner 1. Wahl der Chirurgie nichts wird. Ich gebe es zu, ich bin gern im OP, grün und blau steht mir enorm gut, ich arbeite gerne mit den Händen und meine Augen sind das schönste an mir. Also Chirurgie! Alle Voraussetzungen erfüllt. Leider kann ich mich mit dem Bild des dummen arroganten Chirurgen noch nicht so anfreunden, weil ich total nett bin :D

Ich bewarb mich also auf eine chirurgische Stelle und bekam nach 2 Wochen einen Termin fürs Gespräch. Gespräch lief so lala mit den üblichen Standardfragen “Wieso sollen wir sie einstellen? blablablablablabla….ihr kennt das. Zack, nach 15 Minuten war’s auch schon vorbei und ich stöckelte in meinem Kostümchen und meinen Pumps wieder aus dem Chefarztbüro raus. Naja….mal sehn. Viele meiner Kolleginnen hatten zu dem Zeitpunkt schon Absagen erhalten. Mir wurde gesagt, dass man sich in 10 Tagen melden würde. Aus den 10 Tagen wurden 4. Ich sass morgens im Zug, die Bigbeats auf dem Kopf und hörte Musik, als mein kleines Schwarzes klingelte. Die Sekretärin des Chefarztes war dran “Ob ich den Job noch wolle?” “Klar!” “Gut! Ich schicke ihnen den Arbeitsvertrag” Ich bedankte mich herzlich und sie hängte auf.

Das war es also. Ich hatte meinen 1.5 Jahresvertrag auf der Chirurgie in der Tasche. Am 1. November 2014 geht’s los. Aber halt da war doch noch was? Ach ja….dieses verflixte Staatsexamen ;)

Die Sache mit der Pathologie

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Meine Twitter-Follower haben in den letzten Wochen seit Weihnachten schon miterlebt wie ich mich mit der Pathologie gequält habe. :) Pathologie ist eines dieser Fächer, das man während der klinischen Studienjahre dauernd hat und sich nie drum schert. Wir hatten in Zürich Histopatho-Kurse am virtuellen Mikroskop und Makropathologiekurse am fixierten Präparat seit dem 3. Jahreskurs. Aber immer schiebt man die Patho vor sich her. Man braucht es ja noch nicht wirklich, kommt in den schriftlichen Prüfungen in Zürich nur rudimentär vor. Doch dann, dann kommt sie: Die Pathologie-Prüfung im Staatsjahr. Wir sind die einzige Fakultät der Schweiz, die im Januar des Staatsjahres eine solche Prüfung haben.

Ich begann im Dezember mit lernen und ganz intensiv nach den Weihnachtsfeiertagen. Ich konzentrierte mich dabei sehr stark auf die Theorie, da ich davon ausging, dass man hauptsächlich Theroiefragen gestellt bekommt und das Präparat dann nur dem Einstieg dient. Da hatte ich mich getäuscht.

Am 6. Januar war ich dran. Ich zog bei der Auslosung Histopatho anstelle von Makropatho. Ich hätte lieber Makropatho gehabt. Da ich darin einfach besser bin.

Als ich am PC die Präparate öffnete erkannte ich keines von beiden. Das ist schon mal ein sehr schlechtes Zeichen. Ich sah war, dass es sich beim einten Präparat um die Lunge handelt, aber die pathologischen Veränderungen konnte ich nicht einordnen. Beim zweiten Präparat hatte ich sogar mit der Organdiagnose Schwierigkeiten. Ich muss hier sagen, dass ich keine Haut, keine Knochen und keine Weichteile gelernt habe, da mir am Ende einfach die Zeit fehlte. Viele Studenten schwören ja auf die “Mut zur Lücke”-Taktik, aber ich kann auch heute sagen, die ist scheisse!

Mein zweites Präparat war natürlich Haut! War ja klar. Nachdem ich 1h mehr oder weniger ratlos vor meinen Präparaten sass wurde ich zum Prüfer gerufen. Ich kannte den Pathologen, er ist ein ganz lieber und er versuchte mich mit gezielten Fragen auf die Diagnose zu bringen. Die Expertin war auch ganz lieb und nickte immer ausgiebig wenn ich mal wieder was wusste. Es war ein Desaster! Das Lungenpräparat war schlussendliche eine Tuberkulose und das Hautpräparat eine Warze. Wahrscheinlich die einfachsten Präparate in der Prüfung. Ich fiel durch und musste zur Nachprüfung antraben.

Die Nachprüfung fand am 11. Februar statt. Ich habe mich gut vorbereitet, aber man könnte immer noch mehr lernen. Die Medizinstudenten kennen das :) Dieses Mal hatte ich alles gelernt und muss im Nachhinein sagen, dass die Warze wirklich einfach gewesen wäre. Ach einfach blöd.

Als ich das Prüfungslokal erreichte traf mich fast der Schlag! Der Chef der Pathologie sollte uns prüfen. Oh je!! Es wurde wieder gelost, aber diesmal stand nur Histopathologie zur Auswahl :( Wieder hatten wir 30-40min Vorbereitungszeit. Ich setzte mich also an den Laptop und loggte mich ein. 1. Präparat war ein bindegewebig drüsiges Ding. Ich schwankte zwischen Mamma (Brust) und Prostata. Das 2. Präparat war wieder ein Lungenpräparat. Ich schaute es an und stutzte…das kann doch nicht sein? In der Mitte war die pathologische Veränderung zu sehn. Ein geschichtetes Granulom mit zentraler Nekrose in der Lunge. Halt! Das kann doch nicht sein, dass ich schon wieder eine Tuberkulose ziehe. Oder? Ich notierte mir alles zur Tuberkulose (obwohl ich nicht mehr alles zum Krankheitsverlauf wusste, blödes Gehirn) und überlegte mir dann was noch Granulome in der Lunge macht. Die Sarkoidose macht das auch, aber wie sieht die aus? Wir hatten in der Vorbereitung kein Sarkoidosepräparat.

Dann wurde ich zu den Prüfern gerufen. Zuerst kam das Lungenpräparat dran. Ich erzählte, dass es sich um ein Granulom in der Lunge handle und dass es zwei Krankheiten gibt, die sich so präsentieren könnten. Die Tuberkulose und die Sarkoidose. Er fragte mich dann ob die Sarkoidose eine so starke Nekrose machen würde und schon war es klar, dass es eine TB war :) Hello again! Ich benannte die Zellen, den Aufbau des Granuloms und dann gings los mit den Fragen….

Wie den das übertragen würde? Per Tröpfchen-Übertragung von infizierten Personen. Dann wollte er wissen wie ich den im Präparat die Tuberkulose nachweisen würde? Ich sagte, dass ich eine Ziehl-Nielsen-Färbung machen würde. Und wenn dann diese negativ wäre? Was könnte man dann machen? Eine PCR! Was den mit dem Granulom passieren würde im späten Krankheitsverlauf. Wusste ich nicht genau und hab gesagt es bliebe ein Defekt zurück, was mehr oder weniger stimmte. Ja wie den dieser Defekt hiesse? ähhh…..in den Tiefen meines Gehirns wusste ich das es eine Kaverne ist aber ich bracht es nicht raus. Dann wollte er die 3 Stadien der Erkrankung wissen. Die brachte ich nicht mehr alle zusammen, leider. Muss ich dann nochmal nachlesen.

Dann kam das zweite Präparat dran. Ich sagte es wäre Mamma. ZONK!!! Es war Prostata. Nachdem wir diesen kleinen Schönheitsfehler behoben hatten befragte der mit zur benignen Prostatahyperplasie und zum Prostatakarzinom. Ich konnte die Lokalisationen in der Prostata benennen und stolperte dann bei der Metastasierung. Blödes Hirn, ich wusste nämlich, dass Prostatakarzinome Knochenmetastasen machen, wieso fällt mir das dann nicht ein?! Dann wurde es ganz heftig. Sie stellten Fragen zur Tumorentstehung, Genmutationen und wollten die Schutzmechanismen des Körpers wissen, damit mutierte Zellen sich nicht vermehren. Er wollte natürlich auf die Protoonkogene und die Tumorsupressorgene raus. Ich nannte Beispiele konnte aber seine Frage wie genau sich die Zellen im Prostatakarzinom verändern nicht beantworten.

Dann war’s auch schon vorbei. Endlich! Ich verliess den Raum und musste erst mal den Gang runterhüpfen. Hoffentlich hatte mich niemand gesehn. Ich hatte ein gutes Gefühl obwohl ich nicht alles wusste. Es war aber auch schwer. War halt der Chef der Pathologie!! Ich denke bei einem anderen Prüfer hätte ich eine bessere Note erzielt, aber ich war zufrieden. Ich hatte bestanden und konnte endlich die Pathologie zur Seite legen!!

11. Semester fast rum…

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…und ich hab kaum gebloggt. Entschuldigung!

Auch dieses Semester war geprägt von Vorlesungen und vielen (manchmal auch) unnötigen Praktikas. Dies wird sich aber nächstes Jahr ändern. Wir waren der letzte Jahrgang welcher im 6. Studienjahr noch Vorlesungen hatte. Die werden abgeschafft. Die meisten Studis bleiben halt daheim und lernen und picken sich nur noch einzelne Vorlesungen raus. Ich habs auch so gemacht. War in den Chirurgievorlesungen, in der Neurologie und der Inneren. Manchmal haben’s auch die nicht gebracht :)

Das Anästhesiepraktikum war unnötig. Jedenfalls für mich. Den nach 2 Monaten Anästhesie wird dir nicht mehr viel neues erzählt. Aber, ich hab zum ersten Mal gesehn wie die Herz-Lungen-Maschine in Betrieb genommen wird. Das war schon extrem cool! Für das Chirurgie-Praktikum durfte ich nach “Weit-Weit-Weg” fahren. Dafür ging der ganze Freitagnachmittag inkl. Abend drauf. Aber dafür war die Qualität des Praktikums sehr gut. Immerhin etwas. :D Das Pädiatrie-Praktikum war auch sehr gut! Wie immer! Die Pädiater können’s einfach. Mit Ausnahme der pädiatrischen Endokrinologen. Diese Chauvinisten sollten mal dringend ihre Einstellung ändern!  Innere hätte man sich schenken können. Vor allem Kardiologie war der Horror!! Da erzählt die uns doch wie man einen Schrittmacher kontrolliert und einstellt. Als ob mich das interessieren würde, bzw. als ob ich das VERSTEHEN würde! -.- Kardiologie und ich, wir sind immer noch keine best buddies :D

Was gabs noch? Ach ja! Ein Radio-Onkologie-Praktikum in dem uns die Strahlentherapie näher erklärt wurde. Interessant aber viel zu laaange. Hatten vier Kurstage à 4 Stunden und morgen hab ich noch eine MC Prüfung drüber. Hab ich gelernt? Nö! Keine Zeit -> Pathologieprüfung im Januar

Genau, die Pathologieprüfung. Ich lerne nun seit ca. 2 Wochen mehr oder weniger intensiv und fühle mich nicht mehr so verloren. Langsam komme ich rein in den Stoff und ab morgen kommt mein geliebter Gastrointestinaltrakt dran. :) Mag ich wirklich!

Neben der Uni hab ich das Semester mit Arbeiten verbracht (40%), im Ballettsaal oder im Fitnessstudio. Für letzteres habe ich jetzt gerade keine Zeit mehr aufgrund Patho-Panik und Weihnachtsfeiervorbereitungen. Aber die Wohnung ist nun geschmückt und für Heilig Abend alles geplant. Darum schaffe ich es sicher bald wieder ins Fitness zu gehen :) Vom Ballettsaal hält mich auch keine Pathoprüfung fern! <3 <3 <3 <3 <3

lost in lectures

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Das 6. und letzte Studienjahr ist angebrochen!

*dramatische Pause*

Wir haben ein Problem!

*dramatische Pause*

Ok, ich höre ja schon auf damit. :D Ich warne euch aber vor, dies wird ein Jammer-Beitrag. :D Die Lage stellt sich folgendermassen dar: Wir ersaufen in Lektionen, Praktika, Repetitorien, ect ect. Es kommt DIE Pathologie-Prüfung auf uns zu, welche im Januar stattfinden wird und auf welche man sich auch gewissenhaft vorbereiten muss. Ich bin kein Patho-Genie und mein Hirn ist leider schon ca 5 Jahre älter als das meiner Mitkommilitonen und merkt sich Patho nicht so gerne. Die Frage ist also die, was können wir auslassen, was ist nicht so wichtig und wo sind die Schwerpunkte zu setzen.

Jeden Tag wird einem vorgehalten, was man nicht weiss bzw. vergessen hat und bei manchen Themen wie z.B. Neurologie habe ich das Gefühl, ich hätte das Zeug nie gelernt so wenig weiss ich noch. Das macht mir etwas Angst.

Vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich und meine Freundinnen wie wir an den berühmten Bäumen vorbei kommen, damit wir den Wald wieder sehen.

Aus Weiblein mach Männlein

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Eine weitere Highlight-Story aus meiner Chirurgie-Unterassistenz.

Es war mein Monat auf der plastischen Chirurgie. Auf dem Plan stand eine Mastektomie beidseits. Der Name des Patienten war speziell, nicht eindeutig. Ich dachte mir nichts dabei, wird schon einen Grund für die Mastektomie geben. Einen Tag vor der OP las ich die Akte. Sie war voll mit psychiatrischen Gutachten und Nachweisen für den Start der Testosteron-Therapie. Langsam klingelte es bei mir. Die Mastektomie war der erste Teile einer Geschlechtsumwandlung! Wie cool war das den!

Der erste Teil der Operation verlief wie bei einer normalen Mastektomie. Man löst die Brust vom Muskel ab und schneidet das Brustgewebe heraus. Wir retteten  aber vorher die beiden Brustwarzen inklusive Warzenhöfe, da wir sie am Ende der OP neu platzieren wollten. Meine Aufgabe war wie immer Hacken halten und brav die Fäden abschneiden. Der Plastiker modellierte eine schöne Männerbrust. Mein Unterassistenten-Kollege musste dafür Modell stehen. Er war auch sehr nützlich als die Nippel neu platziert werden mussten. Ich glaube er kam sich ein bisschen doof vor mit halb entblösstem Oberkörper am Ende des OP-Tisches zu stehen :D

Als wir uns entschieden hatten wo die Nippel hinkommen und die ersten Stiche gesetzt waren, sagte der Chirurg folgenden Satz: “So, ich mach jetzt auf der linken Seite weiter und sie kommen hier rüber und nähen das fertig an. Schöne Einzelknöpfe bitte.” Und wieder einmal traf es mich kaltblütig aus dem Hinterhalt. Ich wechselte die OP-Tisch Seite und hatte mich bei der Ankunft wieder gefangen. Nadelhalter her, Pinzette und los gings. Es war so cool! Ich hab nem Kerl seine neuen Nippel angenäht, naja einen Nippel. Wer kann schon behaupten er hätte jemandem den Nippel angenäht :p Das könne nur wir gestörten Mediziner. Ich liebe den Job.

Nach einer Woche kam der Patient zur Nachkontrolle und ich durfte mein Werk begutachten. Der Nippel hielt und war brav an seinem Platz. Das fiese an der Nippel- Annäherei ist, dass die Dinger ziemlich schwarz werden weil sie schlecht durchblutet sind und sich dann erstmal schälen. Aber nachher werden daraus schöne Nippel. Der Patient war vom Ergebnis begeistert. Die Brust sah toll aus. Ich fragte ihn dann, wie es jetzt mit ihm weitergehe. Er meinte, dass er sich jetzt erstmal an seinen neuen Oberkörper gewöhnen möchte und dann weiter sehe. Aber aktuell wolle er keine weitere geschlechtsangleichende Operation. Ich bedankte mich für die offene Antwort.

Und wiedermal hatte ich riesiges Glück mit dem Timing. Solche OPs sind nicht alltäglich. Normalerweise ist eine Mastektomie etwas trauriges. Man verbindet eine Krebserkrankung damit.  Hier aber lag der Fall anders. Wir halfen einem Patienten sich in seinem Körper wohler zu fühlen. Das Ergebnis sah toll aus und der Patient war rundum zufrieden. Den Brüsten weint keiner mehr nach….obwohl die echt schön waren.

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