hello life!

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Es ist wieder Mal vollbracht! Die Prüfung liegt hinter mir! Es sollte die 4. letzte in meiner Studienlaufzeit gewesen sein. Ja, wir zählen wirklich schon die Prüfungen weil wir’s satt haben :) Nach der Prüfung sass ich draussen und hab auf meine Freundin gewartet, die ihre Zeit wirklich gut ausgenutzt hatte. Ich fühlte mich einfach nur leer. Ich konnte keinen Arm oder kein Bein bewegen. Als würde 4 Wochen Druck einfach von mir abfallen und meine ganzen motorischen Fähigkeiten unterdrücken. Es war fast beängstigend. Nach der Prüfung wollten meine Freundinnen und ich eigentlich in Zürich Schlittschuhlaufen gehen, doch die Stadt machte uns einen Strich durch die Rechnung. Vielleicht haben es einige von euch gehört, gestern war der „groooooosssssseeee“ Stromausfall in Zürich. Wir haben es auch im Hörsaal bemerkt. Die Lichter gingen aus! Zum Glück befand ich mich in einem Hörsaal, der an der Hinterwand noch Fenster hat, so konnten wir noch etwas sehen. Meine Freundinnen sassen in einem fensterlosen Saal und sahen für gut 30Sekunden nichts mehr. Die Stromwerke haben sehr schnell umgeschaltet um das Unispital wieder mit Strom zu versorgen, was die Patienten, die an irgendwelchen Geräten hingen, sicher zu begrüssen wussten :) Aber zurück zum Schlittschuhlaufplan. Wir kamen nicht dahin wo wir wollten weil in die Richtung kein Tram mehr fuhr. Also änderten wir den Plan und quartierten uns im Starbucks ein. Stundenlang Kaffee trinken und quatschen! Das hatten wir gebraucht! :)

Am frühen Abend war ich daheim und räumte sogleich meine Unterlagen weg. Ich wollte es eigentlich heute tun, doch nun bin ich froh war nichts mehr da als ich aufstand. Meine Wohnung sieht jetzt wieder aus wie eine Wohnung und nicht als wäre ein Kopiergerät explodiert und hätte sein Papier in alle Himmelsrichtungen verstreut!

Was gibt es jetzt zu tun? Viiiieeeeellllll! Ich muss meine Wohnung putzen. Die wird immer stark vernachlässigt wenn ich Prüfungen habe. Auch an der Masterarbeit werde ich weiter arbeiten. Mein Betreuer und ich waren uns einige, dass die Statistik noch etwas ausgebaut werden sollte, damit es auch normale Menschen verstehen und nicht nur solche, die Statistik studiert haben :) Ausserdem brauche ich noch Print Screens von den Messungen um die Arbeit zu illustrieren. Neben der Arbeit brauche ich jetzt natürlich auch etwas Spass :) Es sind einige tolle Bücher erschienen die ich unbedingt lesen will und schlafen soll auch ganz super sein hab ich gehört. Dem Hallenbad werde ich auch bald wieder einen Besuch abstatten und vielleicht ergattere ich im Sale ja noch das eine oder andere Teil. Und natürlich wird wieder gebloggt! Ich hab noch ein paar Geschichten aus dem alten Semester im petto, die ich euch nicht vorenthalten will.

2012

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Der erste Tag des neuen Jahres ist schon mehr als 13 Stunden alt. Zeit auf das alte Jahr zurück zu blicken.

Wer erinnert sich noch an diesen Artikel?

Darin habe ich aufgezählt was ich im Jahr 2011 alles erreichen will und ich kann ziemlich zurfrieden sagen, dass ich praktisch alles erreicht habe. Es war ein gutes Jahr!

Im Februar hatte ich meinen verhassten Nebenjob gekündigt, der mich Energie und Nerven gekostet hatte. Die Reaktion meiner Freunde an der Uni kam prompt. Ich sei viel entspannter und besser gelaunt als früher. Ich lag also nicht falsch darin meine Tiefs auf den Job zu schieben. Nun hatte ich zwar ein paar Geldprobleme aber ich konnte die Tätigkeit in meinem anderen Job ausbauen und so kam ich mit ach und krach durchs Semester.

Im Januar startet ich auch mit dem „Lifestyle-Change“ wie es so schön auf modern heisst :) Das Resultat: Ich wiege heute 10kg weniger und bin wieder fitter. Ich habe auch mein Vorhaben mehr zu tanzen in die Tat umgesetzt. In meinem Post über 2011 sprach ich zwar von Street Dance mittlerweile bin ich beim Ballett gelandet :) Es entspant mich super und ist ziemlich anstrengend. Meine Muskeln sind kräftiger und meine Balance viel besser. Ausserdem fühle ich mich glücklich wenn ich vom Kurs nach Hause gehe. Das Tolle, ich habe mit meinem Ballett-Wahn meine Freundinnen angesteckt. Wir wollen nächstes Semester auch noch in der Uni in einen Kurs gehn. Hoffentlich klappt das! Dieses Semester gings nicht da wir immer irgendwo weit entfernt von Zürich in einem fremden Spital einen klinischen Kurs hatten :) In diesem Semester sind wir wirklich viel rumgekommen. Aber in den externen Spitälern geben sie sich auch wirklich Mühe uns was zu zeigen oder beizubringen.

Thema Ferien :) Nach 3 Jahren Ferienabstinenz fuhr ich sogar zwei Mal weg :) Gleich nach den Prüfungen Ende Juni brach ich auf nach Frankreich an die Atlantikküste. Dort wo die Wellen sind :) Ich war surfen! Es war super und sehr anstrengend. Mein Training wird sich jetzt total auf die nächsten Surfferien ausrichten. Armmuskeln sind halt schon wichtig sonst überlässt du die Wellen den anderen :) In diesen Ferien habe ich tolle Menschen kennengelernt. Ich fuhr alleine und merkte schon im Reisebus, dass es einige Leute hatte, die ebenfalls alleine unterwegs waren. So bildeten sich schnell Ciquen und wir hatten eine tolle Zeit im Camp! Ich freu mich schon wahnsinnig auf den Sommer und auf den Atlantik :) Meine zweiten Ferien führten mich auch nach Frankreich, diesmal aber ans Mittelmeer. Da hat es gar keine Wellen :( also wurde nur gechillt und die Kultur genossen. In diesem Sommer wurde ich soooooo braun! Ich kann mich nicht dran erinnern wann ich das letzte Mal so braun war :) Stand mir gut :)

Privat und für mich persönlich habe ich alles erreicht was ich mir vorgenommen hatte. Medizinisch mehr oder weniger auch. Ich bin immer noch etwas unzufrieden wenn ich Prüfungen nicht mit besseren Noten besteht, aber ich hab mich daran gewöhnt. Ich bin halt nicht wie die anderen. Kann mich nicht nur auf die Uni konzentrieren. Ich pendle und ich arbeite. Deshalb mache ich mir wegen Noten keinen Kopf mehr. Ich merke ja das ich in den klinischen Kursen nicht schlechter bin als die anderen und die haben in den schriftlichen Prüfungen bessere Noten als ich. Diesem Semester habe ich es sogar geschafft Kurse über Blutentnahmetechnik und Infusionstechnik zu besuche. Ich weiss nun wies geht und werde im Oktober nicht wie ein Idiot dastehen. Auch das Nähen wird nächstes Semester aufgefrischt. Die Chirurgie-Unterassistenz kann also auch kommen.

Hobby-technisch habe ich noch etwas weiteres begonnen. Golfen :) Ich hab zwar noch keine Platzreife. Die will ich 2012 erwerben. Ich bin gar nicht so schlecht. Hab schon auf einem 6 Loch Platz gespielt und meinem Begleiter nicht alle Schande gemacht :) Alle meinen neuen Hobbies lassen sich gut mit einander kombinieren da sie leider, ausser Ballett, nur saisonal sind :( Apropos Saison, nach der Prüfung muss ich unbedingt in die Berge und aufs Board steigen. Ganz ohne boarden geht nämlich auch nicht :)

Wie gehts jetzt weiter? Ich werde weiter gut auf meinen Körper achten. Jetzt nach den Weihnachtsgelagen hat er wieder etwas Liebe nötig :) Vielleicht kann ich mich sogar wieder aufraffen und die Jogging-Schuhe hervorkramen. In mein altes Fitnesscenter würde ich auch gerne wieder. Dafür muss ich aber noch etwas sparen. Ich werde auf jeden Fall wieder im Sommer surfen gehen. Hoffentlich sogar zwei Wochen :) und dann gehts sie los……..

Die Unterassistenz!!!!!!! Die heiligen 10 Monate auf die sich jeder schweizer Medizinstudent freut :) Ich starte in der Rechtsmedizin, dann 3 Monate Innere, 2 Monate Anästhesie und 3 Monate Unfallchirurgie, Plastische Chirurgie und Handchirurgie. Einen Monat hab ich noch frei. Dort will ich noch in die Allgemeinchirurgie oder in die Neurochirurgie. Ich muss mich entscheiden ob ich Anästhesistin oder Chirurgin werden will. Diese Unsicherheit nervt mich :)

Ich wünsche allen da draussen ein glückliches und erfolgreiches 2012! Passt auf euch auf!

Frohe Weihnachten!!!

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Ich wünsche allen da draussen frohe und besinnliche Weihnachten!
Ich hoffe ihr könnt die nächsten Tage mit euren Lieben verbringen ohne Stess und Hektik.

Allen die Arbeiten müssen ob im Spital, in der Rettung oder in der Praxis wünsche ich einen ruhigen Dienst. Vielleicht geht es mir nächstes Jahr auch so und ich muss über die Festtage arbeiten.

Nach den Feiertagen bin ich euch noch ein paar Berichte schuldig^^ Ich sag nur „Augen-OP“ Bis dahin, geniesst die nächsten Tage!

Stechen oder gestochen werden

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Vor ein paar Wochen nahm ich an den Kursen der Medifactory teil. Da kann man Sachen wie Blutentnahme oder Nähen lernen. Ich hatte mich für zwei Kurse entschieden. Blutentnahme und Infusionsstechnik. Mein Studium sieht nämlich nicht vor, dass wir das irgendwann mal lernen würden. Und ich hatte keine Lust nächstes Jahr meine Unterassistenz zu beginnen ohne grundlegende Dinge wie Blut abnehmen zu können. Für meine 2 Monate auf der Anästhesie fand ich es sinnvoll auch noch den Infusionenkurs zu belegen.

Das ganze fand an einem Samstag in der Uni statt und war natürlich nicht gratis. Hey wir sind in der Schweiz, da ist nix gratis. Ich hab also 100Fr. hingeblättert um mir ein paar Fertigkeiten anzueignen.

Zuerst war der Blutentnahmekurs dran. Der war ziemlich gut besucht und ich traf noch einen Mitstudenten den ich kannte. An einem Mann zu üben ist einfach besser. Die haben viel schönere Venen. :) Nachdem die Kursleiterin eine Einführung gegeben hatte durften wir auch schon aufeinander los. Ich durfte erst an ihm probieren. Ich entschied mich dafür kein Mitleid mit ihm zu haben und die ganze Prozedur in einem Rutsch durchzuführen. Ich kündigte den Stich an und stach dann auch sofort zu. So ging es schnell und tat ihm nicht so weh. Ich traf sogar und nahm ihm ein paar Milliliter Blut ab. Ich fand es super, dass ich gleich beim ersten Mal getroffen hatte :) Nun durfte er probieren. Ich bin anscheinend etwas schwierig, denn er traf mehr als 4mal nicht. Er stach sehr zaghaft und einmal „rutschte“ die Nadel wieder raus und schlitzte mir die Haut auf. Er hatte also  nur knapp die Haut durchstochen. Das tat etwas weh. Wir wechselten dann die Partner und er konnte mal an einem Mann ausprobieren. Ich nahm mir seine Kollegin vor. Ein Mädel. Ich sah die Vene nicht spürte sie aber unter meinem Finger federn. Stach im gleichen Winkel wie vorher und es klappte wieder. Ich hielt ihr dann auch noch meine Arme hin doch es klappte leider wieder nicht. Böse Venen :)

Am Nachmittag gings weiter mit dem Kurs über Infusionstechnik. Wir hatten coole Kursleiter. Zwei Anästhesiepfleger. Zuerst gab es eine Einführung in Materialkunde. Sind es doch ein paar Dinge mehr die man für eine Infusion braucht. Zuerst bereiteten alle ihre Infusionsbeutel vor. Wir hatten noch altes Besteck und so konnte man leicht Luft ansaugen wenn man nicht aufpasst. Um einen Menschen umzubringen müsste man aber das ganze Volumen eines Schlauches in die Vene des Patienten infundieren. Ein zwei Luftblasen machen nix. Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren gings ans Stechen. Ich durfte wieder zuerst, wieder an nem Mann. Ich stach, es kam Blut, schob die Nadel mit Schlauch noch 3mm vor und zog die Nadel dann teilweise zurück. Nun wurde der Schlauch bis an den Anschlag in die Vene gelegt. Geschafft! Alles schön ankleben, Nadel vollständig rausziehen und die Infusion anschliessen. Klingt total easy, war es aber nicht ganz. Vor allem den Schlauch ganz in die Vene schieben brennt schon etwas. Das durfte ich später selber erfahren :) Als er dann an mir stach klappte es drei mal nicht, beim vierten mal erwischte er die Vene und wir dachten schon es hätte geklappt, aber irgendwie durchstach er die Vene doch noch und die Infusion lief mir ins Gewebe. Ich bemerkte es als sich direkt hinter der Infusion ein riesiger Knubbel zu bilden begann. Wir zogen die Infusion dann gleich wieder raus, aber der Knubbel war erst nach 1 Woche komplett weg :) Tat aber nicht so weh.

Fazit des Kurses: Er war sein Geld wert! Die Kursleiter waren kompetent und die Teilnehmer nicht wehleidig. Und man lernte wieder Leute aus anderen Studienjahren und sogar von anderen Unis kennen. Mein Hausarzt erzählte mir mal, dass sie sich im Studium sogar gegenseitig Magensonden gelegt hätten…..für so einen Kurs würde ich mich wohl ehr nicht anmelden :)

Busy busy busy

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Hey fellows……:) entschuldigung, ich bin müde :)

Dieses Semester ist verrückt! Sehr arbeitsreich. Ok, bei einigen Dingen bin ich auch selber schuld. Man muss ja nicht Medizin studieren und noch einen Sprache im Sprachenzentrum belegen. Doch ich hatte einfach lust drauf!

Was so los war:

In der Pädiatrie….der Kurs neigt sich übrigens dem Ende zu…..konnten wir bei einem Notfall dabei sein. Ein 1-jähriges Mädchen hatte eine Münze verschluckt und die hing ihr jetzt in der 1. Ösophagusenge fest. Das ist gleich beim „Eingang“ der Speiseröhre hinter dem Ringknorpel des Kehlkopfs. Es wurde also alles vorbereitet für eine Entfernung des Fremdkörpers. Der Anästhesist umsorgte die Kleine und hielt sie in einer Maskennarkose. Bevor der Kinderchirurge (unser Kursleiter) anfing schaute der Anästhesist nach ob er es mit einer Zange erwischt. Er führte das Laryngoskop ein und tatsächlich konnte man die Münze von Oben sehen. Er entfernte die Münze. Ein 10 Rappen-Stück :) So wurde unser Kursleiter nicht gebraucht und wir zogen wieder ab. Der OP für Kleineingriffe war sowieso ziemlich eng :)

Mittlerweile hab ich ORL Kurs. Aber der ist ziemlich doof. Er besteht aus einer Stunde Vorlesung in einem Sitzungszimmer und einem praktischen Teil, wo wir uns gegenseitig in Ohr, Nase und Mund schauen. Eigentlich wär der Kurs gar nicht so schlecht, doch es hat zu wenig Ärzte die die Gruppen beaufsichtigen und so verdrückt sich unser Arzt immer um nach den anderen Gruppen zu sehn. Wir untersuchen uns dann gegenseitig so gut es geht und den Rest der Zeit quatschen wir…..tja….Ab und zu einen Patienten zu sehn mit nem ORL Problem wär spannender gewesen, aber es geht ja ums Untersuchen. Mittlerweile kann ich jemandem ins Ohr schauen ohne sein Trommelfell zu zerstossen. Sehr praktisch…..just kidding! :)

Hausarztpraktikum! Hatte ich auch wieder. Doch leider hatten wir ein bisschen Pech. Es war an dem Tag noch eine andere Studipaarung anwesend und so stand uns nur ein Arzt zur Verfügung. Die Patienten von unserem Arzt wollten uns aber fast nie dabei haben. So verbrachten wir viel Zeit damit auf dem Gang rumzustehen oder uns im Labor kapillär Blut abzunehemen. (Ich bin immer noch nicht besser)

Apropos Blutentnahme. Ich hab mich am Wochenende für einen Kurs angemeldet. Blutentnahme und Infusionstechnik. Bin gespannt wie weit ich in einem Tag komme :)

Masterarbeit. Davon hab ich schon länger nichts mehr berichtet. Die Statistik ist fertig und mein Betreuer sitzt am Paper-Entwurf. Momentan macht mir die Masterarbeit also keine Arbeit mehr. Anders als bei all meinen Freundinnen. Die sind voll im Stress. Aber auch die Masterarbeit geht vorbei. Zum Glück!

Der ORL und Ophthalmologie-Block ist zu Ende. Am Montag hat der Neuroblock angefangen. Es liegen also vier wundervoll Wochen vor mir die mir wiedereinmal zeigen werden, dass ich die Hirnnerven schon wieder vergessen habe :D

The return of the Hausarztpraktikum 1/3

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Ja ich hänge wieder mal beim Hausarzt rum^^ Dieses Semester heisst die Veranstaltung nicht Einzeltutoriat sondern Grundversorgerkurs! Einzige Änderung: Ich bin nicht mehr allein sondern hab einen Mitstudenten dabei. Zusammen wurden wir einer Gruppenpraxis in Zürich zugeteilt. Ich war echt gespannt was für eine Art Praxis es dieses mal sein würde. Das Haus aussen sah sehr modern aus. Hightech Praxis? Innen sah es schon etwas moderner aus als die Praxis meines anderen Hausarztes. Was den Schnick-Schnack anbelangt, ähnelten sich die Praxen sehr. Es hat auch viel Spielzeug für die Kinder, das überall rumliegt^^

Ich wurde herzlich empfangen, obwohl ich zu spät war^^ und bekam gleich einen Kaffee vorgesetzt. Das Team setzt sich aus zwei Allgemeinmedizinern und einem Assistenten, zwei MPAS und einer Administrations-Frau zusammen. Leider hatte ich kaum Zeit meinen Kaffee zu trinken, denn es ging auch gleich los.

Der „ältere“ Doc hat auch eine Ausbildung in Manualmedizin und so waren die beiden ersten kleinen Patienten ehemalige „Schiefhals“patienten, die zur Kontrolle kamen. Wir lernten wichtige Punkte über die Therapie des Schiefhalses. Z.B. das man immer erste in Röntgenbild anfertigen muss bevor man manuell etwas manipuliert. Es könnte ja eine Blockwirbelsituation in der HWS vorliegen oder eine Aplasie. In diesen Fällen würde man mit „Knacksen“ garn nichts erreichen sondern die Situtation nur noch verschärfen. Die Kinder waren aber mehr oder weniger ok. Das Mädel hatte ein leichte Blockierung und der Doc knackte ihr den Hals. Sofort war die Kopfrotation wieder freier.

Die nächste Patientin klagte über Rückenschmerzen. Wir konnten das Punctum maximum über dem L5er lokalisieren. Sensibilität in den Beinen und Füssen war überall gut. Der Schmerz strahlte auch nicht extrem aus. Mein erster Gedanke war eine Kompressionsfraktur. Der Doc entschied sich dann auch dafür ein Röntgenbild zu machen. Wir durften beim Röntgen zusehn. Becken und LWS wurden von vorne geröntgt und die LWS zusätzlich von der Seite. Auf der Seitenaufnahme konnte man leichte Veränderungen am Wirbel erkennen, aber ob dies den Schmerz auslösst war nicht bestimmbar. Die Dame wurde dann zum MRI überwiesen.

Dann wurde ich vom zweiten Doc zu einer Patientin geholt, die etwas schwierig war. Sie hatte Hemmungen das Top auszuziehn als die MPA sie ans EKG anschloss. Sie klagte über Herzschmerzen bzw.ein drückendes Gefühl in der Brust. Während sie am EKG hing ging der Doc mit mir im Zimmer nebenan die Differentialdiagnosen durch. Lunge und Herz, mein Spezialgebiet -.-  Bei ihr lief es aber darauf hinaus, dass es psychosomatische Schmerzen sind. Das EKG war tip top und auch alle anderen Untersuchungen ohne Befund.

Eine weitere Patientin kam mit Ellenbogenschmerzen. Doc: „Was seht ihr?“ Ich: „Es ist rot und geschwollen“ Ich fasse an „und heiss“  Doc: „und Schmerzen hat sie auch also hab ich hier..?“ Wir: „Eine Entzündung!“ Doc: „Genau und was für eine?“ Studikollege: „Eine Bursitits“

Ich sagte Epikondylitis, aber die ist ja nicht infiziert geschweige den rot oder warm. Passiert mir nicht mehr der Fehler. Dann fragte er uns aus über den Erreger. Doc: „Was könnte es sein?“ Ich: „Hautkeime“ Doc: „Welche?“ Da musste ich kurz überlegen „Streptokokken“ Doc: „Genau, und weiter?“ Ich: „Staphylokokken“ Doc: „Genau, und was ist das Problem bei Staphylokokken?“ Ich: „Die Methicilin-Resistenz“ Doc: „und warum bist du bei Frauen sonst noch vorsichtig mit AB?“ Ich: „Wegen der Vaginalflora“ Doc: „und wie heisst die?“ Ich: „ähhh….das weiss ich nicht.“

Ok für alle da draussen zum mitschreiben. Die Vaginalflora einer Frau heisst „Döderlein-Flora“ Tja, das vergesse ich sicher auch nicht mehr^^

Am Schluss des Tages durften wir noch bei einem Schwangerschaftsultraschall zuschauen. Die Frau war in der 12 Woche. Gemessen wurden Scheitelsteisslänge also die Grösse des Babys und die Nackentransparenz. Ein Mass für das Risiko der Trisomie 21. Wenn die Nackentransparenz unter 2.5mm bleibt, ist das Risiko klein.

Ihr seht, das ist eine total andere Praxis als ich vorher war. Die Docs machen auch kleinere Eingriffe wie Vasekomien etc. Ausserdem haben sie ein HNO Zimmer und betreiben Manualtherapie. Eine schöne bunte Mischung! Dort werden wir sicher noch viel sehn. Der nächste Termin ist in zwei Wochen. :)

Ihr Kinderlein kommet….

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Pädiatriekurs!! :)

Wie schon meinen Hausarztpraktikumsberichten zu entnehmen war, mag ich Kinder als Patienten sehr gern.  Dieses Semester habe ich acht mal Pädiatriekurs in einem Kantonsspital eines Nachbarkantons von Zürich.

Nach 1h Zugfahrt kamen wir im Kinderspital an und wurden erstmal zwischen dem Chefarzt und einem Oberarzt aufgesplitet. Der Oberarzt war lustig und locker drauf und zeigte uns an einem 2 Wochen alten Buben wie man einen Säugling untersucht. „Bei Kindern müsst ihr immer nehmen was ihr kriegen könnt! Jetzt schläft er gerade, also hören wir zuerst das Herz ab. Wenn er schreit könnt ihr das nicht“ Recht hat er und so hörten wir alle auf das kleine Herzchen. Sehr schnell. 130-150 Schläge pro Minute wenn sie so klein sind. Danach gingen wir die wichtigen Untersuchungspunkte durch. Observation, Palpation, Auskultation. Vor allem auf das Hautkolorit und seine Bedeutung legte er grossen Wert. Danach lernten wir ein kleines Mädchen kennen welches wirklich sehr gelb war. Das konnte man leicht erkennen. Sie war aber schon einige Monate alt und war wirklich zu alt für einen physiologischen Ikterus verursacht durch den Blutumbau (fetales Hämoglobin wird gegen adultes Hämoglobin ausgetauscht) Dieser Prozess ist bis zum 3 Lebensmonat abgeschlossen und sie war schon um einiges älter. Ein Ikterus in diesem Alter weisst auf eine Gallengangsatresie hin. Ein angeborenes Fehlen oder ein angeborener Verschluss der Gallengänge. Die Galle aus der Leber läuft falsch ab. Nun hatte man schon versucht die Kleine zu operieren und die Gallengänge direkt an die Leber anzuschliessen, das hat aber nicht geklappt. Nun bekommt sie bald eine neue Leber.

Dann wurden wir getauscht und dem strengen Chefarzt übergeben. Er zeigte uns ein Kind in der Isolation. Wir mussten uns deshalb Kittel, Mundschutz und Handschuhe anziehen. Ich bin fast verschmachtet :) Der kleine Patient hatte eine Lungenentzündung. An seinem Bett ging der Chef mit uns das ABC durch wobei ich bemerkte, dass ich die Definition eines Atemnotsyndroms vergessen hatte. -_- Also: 1. expiratorisches Stöhnen 2. Einziehungen 3. Nasenflügeln 4. Zyanose 5. Tachypnoe. Hoffentlich vergess ich das nicht wieder :) Der Kleine hatte praktisch alles ausser der Zyanose. Aber er hing auch am Sauerstoff.

Weiter gings zum nächsten kleinen Patienten. Ein besonderer Fall. Nur wussten wir das noch nicht. Wir bekamen die Aufgabe bei dem Kleinen die Hände, Füsse und den Brustkorb zu untersuchen. Ich hatte keinen Plan. Das einzige war mir auffiel war die Unterernährung. Er hatte extrem dünne Ärmchen und Beinchen. Sein Bauch war ziemlich aufgebläht. Nachdem ihn alle untersucht hatten wollte der Chef die Diagnose. Keiner hatte eine Ahnung. :) Also forderte er uns auf uns die Hände zu schütteln. Wir waren etwas verwirrt :) Er zeigte es uns vor. Griff meine Hand und schüttelte sie, dabei strich er mit Daumen und Zeigefinger der anderen Hand an meinem Handgelenk entlang. Was fühlt man da bei einem gesunden Menschen? Nur die Enden von Elle und Speiche, sonst nichts. Bei einem Kind mit Rachitis spürt man dort eine Vertiefung. Eine Vertiefung an den aufgetriebenen Knochenenden. Am Brustkorb sind die Knorpel-Knochen-Übergänge aufgetrieben und die Kinder weisen einen Art „Rosenkranz“ auf. Typische Zeichen für eine Rachitis! Der Kleine hatte Rachitis. Ein Mangel an Vitamin D welcher zu diesen Veränderungen an seinem Knochen führte. Wie kam es dazu? Er hatte etwas Pech. Als vom Stillen auf faste Nahrung gewechselt wurde trat seine Zöliakie zu Tage und er nahm deshalb nicht mehr alle Vitamine auf. So entstand die Rachitis und er stoppte in der Entwicklung. Bis er im Kinderspital ankam hatte niemand die Rachitis diagnostiziert. Sieht man heute einfach sehr selten. Der Kleine hatte darum so ziemlich jeden Kinderarzt des Spitals gesehen und war mittlerweile entsprechend gelaunt :)

2h waren rum und wir wurden entlassen. Nächstes Mal geht’s zu den Kinderchirurgen :)

Suizid

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Am Montag startete mein Semester und ich darf mich jetzt Masterstudentin nennen :p Geändert hat sich aber nicht viel. Die Reihenfolge der Vorlesungssäle und die Krankenhäuser in denen ich Kurse habe. Sonst blieb alles beim Alten.

Unser erster Themenblock behandelt die Psychiatrie. Seit Montag habe ich nun diverse Patienten gesehen mit verschiedenen psychischen Erkrankungen. Die Profs bemühen sich jeden Morgen einen Patienten mitzubringen. Und so hatten wir auch gestern zwei Patienten die uns ihre Geschichte berichten wollten.

Der erste Patient war noch gar nicht lange aus dem Krankenhaus entlassen. Sein Suizidversuch liegt nur 6 Wochen zurück. Hätte ich diesen Mann irgendwo ausserhalb des Spitals angetroffen hätte ich es nie für möglich gehalten, dass er sich noch vor wenigen Wochen das Leben nehmen wollte. Er sass ganz locker auf dem Stuhl und hatte einen freundlichen Gesichtsausdruck. Jung schien er zu sein. Sicher nicht älter als 35. Sein Suizidversuch hat er mit einem Küchenmesser unternommen, welches er sich in den rechten unteren Quadranten des Bauches stach. Er berichtete keine Schmerzen verspürt zu haben. Nachdem er sich das Messer in den Bauch gestochen hatte legte er sich ins Bett und wartete. Er wisse nicht mehr wie lang der im Bett gelegen habe, wie lange es gedauert hat bis ihn sein Arbeitskollege gefunden hat. Erst als der Notarzt mit ihm zu reden anfing hatte er wieder einigermasen ein Gefühl für die Zeit. Die Entscheidung sich etwas anzutun, traf er in dieser Nacht. Er hatte Jobprobleme und sah keinen Ausweg mehr. Er erzählte uns, das er in dieser Nacht das Gefühl hatte so nicht weitermachen zu können. In dieser Situation zu verharren. Ihm wäre nicht in den Sinn gekommen, dass er seinen Job einfach kündigen könnte. Auch an seine Familie dachter er nicht mehr. Er wollte noch seinen Bruder anrufen, habe es dann aber doch nicht getan. Er wisse nicht warum. Sein Glück war, dass er am Abend vorher mit seinem besten Freund über seine Gedanken geredet hatte und ihm von einem Abschiedsbrief erzählte den er schon vor Monaten geschrieben hatte, als er es sich schon einmal überlegte. Der Freund reagierte sofort als er morgens nicht zur Arbeit erschien. Zum Glück war auch die Wohnungstür offen, was sonst nie der Fall sei. Er wisse nicht mehr ob er sie offen gelassen habe. Er schliesse sonst immer ab. Rückblickend sei er froh gerettet worden zu sein. Er kremple nun sein Leben komplett um. Den Job hat er gekündigt. Er will die neue Chance nutzen. Seine Freund und seine Familie hätte unterschiedlich reagiert. Manche hätten ihn auch angeschrien.

Mittlerweile ist dieser Patient in psychiatrischer Betreuung und hat auch eine Psychopharmakotherapie begonnen.

Der Hörsaal war totenstill als er erzählte. Über 200 Medizinstudenten die endlich mal die Klappe halten, sieht man selten. Ich fühlte fast nichts als er erzählte. Erst gegen Ende als er seine 7 Jährige Tochter erwähnte ging es mir durch den Kopf „Du Feigling! Wolltest einfach deine kleine Tochter zurücklassen“ Mir fiel es schwer nicht zu urteilen, weil ich Suizid nicht billige. Ich verstehe Menschen die nicht mehr wollen und nicht mehr können. Aber ich finde, dass es noch so viele andere Möglichkeiten und Anlaufstellen gibt wo man sich Hilfe suchen kann. Vielleicht fiel es mir bei diesem Patienten auch etwas schwerer weil er so gut und frisch aussah. Der zweite Patient machte nicht so einen fitten Eindruck. Er sass etwas schüchtern auf seinem Stuhl und redete sehr leise. Wegen des Akzents verstand ich ihn leider auch sehr schlecht. Er hatte seinen Suizidversuch mit Tabletten unternommen vor seiner Frau (!) Diese alarmierte die Ambulanz. Er erzählte uns, dass er nun verstehe, dass er an einer Krankheit gelitten habe. Er war depressiv. Seine Familie und sein 5 Töchter hätten ihm die Kraft gegeben, die Therapie durchzustehen welche ambulant (!) erfolgte. Der Professor erzählte uns, dass sie in seinem Fall ein grosses Risiko eingegangen wären. Doch der Patient wolle einfach nicht eingewiesen werden und die behandelnden Ärzte fanden es für seine Genesung sinnvoller den Patienten auf ihrer Seite zu haben und ihn nicht zur Therapie zu zwingen. So ging er jeden Tag zu seiner Psychiaterin in die ambulante Sprechstunde und schafft es gesund zu werden. Dies ist mittlerweile 1.5 Jahr her und er hat jetzt auch keine Medikamente mehr.

So sah meine erste Begegnung mit Patienten aus, die einen Suizid-Versuch unternommen hatten. Ich denke, dass ich im Praktikum sicher noch auf weitere treffen werde. Ich will mir Mühe geben kein Urteil zu fällen.

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